Rapsernte 2021

Höherer Rapsertrag in der EU erwartet

Die Rapsbestände in der EU haben regional zwar unter Frösten, Trockenheit und Schädlingen gelitten. Brüssel geht aber für 2021 von höheren Durchschnittserträgen aus.

In vielen Teilen Europas waren die Temperaturen zuletzt niedriger als üblich, mit ausgeprägten Kälteperioden Mitte März und in der ersten Aprilhälfte. In den Mittelmeerregionen und in mehreren Teilen West- und Mitteleuropas kam es zu deutlichen Niederschlagsdefiziten.

Die kalten und/oder trockenen Witterungsbedingungen behinderten das Wachstum und die Entwicklung der Winterkulturen und führten zu Verzögerungen bei der Aussaat und dem Auflaufen der Winter- und Sommerkulturen. Da es jedoch noch früh in der Saison ist, dürften die negativen Auswirkungen auf die einjährigen Kulturen sehr begrenzt gewesen sein und nur in wenigen Fällen (Raps in Frankreich) zu einer deutlichen Abwärtskorrektur der Ertragsprognosen geführt haben. Der Niederschlagsüberschuss in Osteuropa und den zentralen Mittelmeerregionen war meist günstig für das Pflanzenwachstum.

Der agrarmeteorologische Prognosedienst der EU-Kommission (MARS) hat seine Rapsertragsschätzung 2021 für die EU-27 im Vergleich zur Vormonatsprognose um rund zwei Prozent nach unten korrigiert. Das liegt im Einzelnen an Ertragskürzungen in Frankreich und Spanien. Die Franzosen meldeten im April Fröste und Pflanzenschäden, sodass die Korrektur der Ertragsschätzung nicht überrascht.

Nichtsdestotrotz wären 31,9 Dezitonnen je Hektar im EU-Durchschnitt 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr sowie 4,6 Prozent mehr als im fünfjährigen Mittel. In der einzelstaatlichen Betrachtung werden – außer in Frankeich und Spanien – keine unterdurchschnittlichen Erträge gemeldet. Eindeutig überdurchschnittlich liegen die Ertragserwartungen in vielen Ländern; an der Spitze stehen die avisierten Zuwächse in Deutschland (plus 16 Prozent) sowie in Italien, Estland und Belgien (je plus neun Prozent).


Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Wirklich?

Unter der Betrachtung der steigenen Rapspreise hört sich das aber nach klaren Zweckoptimismus an.

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