Eier / Importe

Importeier stammen meist aus den Niederlanden

Mit Abstand größter Eierlieferant nach Deutschland sind unangefochten die Niederlande.

Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) am Montag vergangener Woche (29.7.) berichtete, wurden nach vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) im Jahr 2018 insgesamt rund 6,50 Milliarden Schaleneier importiert, wovon allein etwa 76 % aus dem westlichen Nachbarland stammten.

Damit legten die Einfuhren niederländischer Eier entgegen dem negativen Gesamttrend um 2 % zu; sie erreichten aber noch nicht wieder das Niveau von 2016. Im Jahr 2017 waren die Schaleneierimporte aus den Niederlanden aufgrund des Fipronil-Geschehens kräftig gesunken. Im Gegensatz zu den niederländischen Lieferungen verringerten sich 2018 die Schaleneierimporte aus Polen erheblich, nämlich um 28 % auf nur noch 910 000 Stück. So wenige Eier hatte Deutschland aus Polen zuletzt im Jahr 2013 eingeführt.

Grund dafür ist, wie dem „Bericht zur Markt- und Versorgungslage Eier 2019“ zu entnehmen ist, die Auslistung von polnischen Eiern aus der Käfighaltung im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Geschuldet sei dies aber auch dem Umstand, dass die Akzeptanz dieser Art der Erzeugung bei einigen Verarbeitern von Eiern ebenfalls deutlich zurückgegangen sei. Wie BLE und BLZ in dem Bericht weiter feststellen, wird der deutsche Handel angesichts des steigenden Inlandsverbrauchs und der restriktiven Entwicklung der hiesigen Konsumeiererzeugung auch weiterhin auf den Eierimport aus den Niederlanden angewiesen sein. Die Nähe zu den bevölkerungsreichen Ballungszentren im Westen böten zum einen logistische Vorteile; zum anderen seien derzeit nur niederländische Erzeuger in der Lage, das vom deutschen LEH geforderte Vollsortiment - Boden-, Freiland- und Bioware - in ausreichender Qualität und Quantität bereitzustellen.

Im Fokus stehe dabei die Produktion gemäß den Anforderungen des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT). Diese verpflichteten alle Erzeuger unter anderem dazu, seit dem 1. September 2018 nur noch Eier von Legehennen zu liefern, deren Schnabel nicht gekürzt worden sei. AgE

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