Viehhandel während Corona

Irische Farmer handeln ihre Rinder online

In Irland wurden während der Corona-Pandemie fehlende Auktionen durch Onlinegeschäfte ersetzt. Auch nach dem Lockdown boomt der Onlinehandel mit Rindern weiter.

Das Corona-Jahr 2020 hat den Lebendviehmärkten in Irland schwer zugesetzt, da sie wegen der Pandemie zeitweise geschlossen waren. Insgesamt wurden jedoch über gesteigerte Online-Verkäufe und direkte Lieferungen von Hof zu Hof mehr Rinder gehandelt als im Vorjahr.Wie das landwirtschaftliche Nachrichtenportal „Agriland“ kürzlich berichtete, wechselten im vergangenen Jahr insgesamt 3,17 Millionen Rindern zwischen den Landwirten den Besitzer; das waren rund 196 600 oder 6,6 % mehr als 2019.

Allerdings kam es zu Verschiebungen bei den Vertriebswegen. Pandemiebedingt nahm der Umsatz über die Viehmärkte um 138 450 Tiere oder 8,3 % auf 1,53 Millionen Stück ab, während der direkte Handel zwischen den Farmern um rund ein Viertel auf fast 1,64 Millionen Stück zulegte. Aktuell sind die Viehmärkte wieder als Präsenzveranstaltung geöffnet, doch der Onlinehandel läuft weiter.

Agriland zufolge werden immer noch große Stückzahlen über das Internet gehandelt. Die Umstellung auf die digitalen Gebote während der Pandemie zeige, wie gut sich sowohl Landwirte als auch die Märkte an Veränderungen anpassen könnten. Die irischen Rindermärkte hätten in der Vergangenheit deutliche Rückschläge überstanden und ihre Anpassungsfähigkeit, wie im vergangenen Jahr, gezeigt. Sie dürften deshalb ihren Zweck im Rinderhandel, beispielsweise für die Preisfindung, sicherlich noch viele Jahre untermauern und stärken. AgE


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