Schweinestau

ISN warnt vor dramatischer Lage am Schweinemarkt

Die Situation am Schweine- und Ferkelmarkt spitzt sich zu. Die weiterhin begrenzten Schlacht- und Zerlegekapazitäten lassen den Stau an schlachtreifen Schweinen weiter wachsen.

Ferkelerzeuger und Mäster sind in einer akuten Notlage. Neben der ruinösen Preissituation wissen sie zudem derzeit nicht mehr, wohin mit den Tieren, warnt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands ISN in einem Sondermarktbericht. Die ISN fordert die Politik und insbesondere auch die nachgelagerten Behörden auf, die Erweiterung der Schlacht- und vor allem Zerlegekapazitäten zu ermöglichen, wo immer es geht, um eine weitere Zuspitzung der dramatischen Situation und einen Infarkt der Lieferkette zu verhindern.

Dazu braucht es jetzt ein schnelles, entschiedenes und abgestimmtes Maßnahmen-bündel von Seiten der Behörden. „Corona und ASP für sich allein genommen stellen den Schweinemarkt bereits vor riesige Herausforderungen. Dass nun beides zusammenkommt, macht die Lage für Ferkelerzeuger und Mäster gleichermaßen dramatisch“, fasst ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack die aktuelle Situation zusammen. „Die aktuell ruinöse Preissituation ist fatal! Wenn dann zusätzlich Ferkelerzeuger und Mäster vermehrt ihre Tiere nicht vermarkten können, wird die aktuelle Lage zu einer handfesten Notsituation.“

Schweinestau bei Mastschweinen und Ferkeln

Die Situation ist aktuell noch weit schlimmer als die bei den Corona-bedingten Schlachthofschließungen in diesem Sommer. Denn der Stau an schlachtreifen Schweinen, der sich in dieser Situation aufgebaut hatte, hat sich bis heute noch lange nicht aufgelöst. Im Gegenteil: Es staut sich immer weiter auf. Vor allem die Zerlegekapazitäten sind bedingt durch die Corona-Maßnahmen nach wie vor an fast allen Schlachthöfen reduziert.

„Seit Wochen stagnieren daher die Schlachtzahlen bei max. 850.000 bis 870.000 Schweinen...


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