Düngerhersteller

K+S verkauft Amerika-Salzgeschäft

Die K+S Aktiengesellschaft hat einen Vertrag über den Verkauf ihres amerikanischen Salzgeschäfts an die Stone Canyon Holdings LLC unterzeichnet.

Der Düngemittelhersteller K+S mit Sitz in Kassel verkauft sein amerikanisches Salzgeschäft. Gestern wurde der Vertrag mit dem Käufer, der Stone Canyon Industries Holdings LLC unterzeichnet. Der Verkaufspreis (Unternehmenswert) beläuft sich auf 3,2 Mrd. US-Dollar und entspricht dem 12,5-fachen des 2019 erzielten EBITDA von 257 Mio. US-Dollar. Der Abschluss der Transaktion im Sommer 2021 erwartet. Die Kaufpreiszahlung erfolge zu diesem Zeitpunkt in bar, heißt es in der K+S-Mitteilung.

„Mit dem Verkauf unseres amerikanischen Salzgeschäfts machen wir einen Riesenschritt beim Abbau der Verschuldung. Wir schaffen damit eine solide finanzielle Basis für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens.“, sagt Dr. Burkhard Lohr, Vorstands-vorsitzender von K+S. „Ich danke unserem Americas-Team für die hervorragende Arbeit in den vergangenen Jahren. Ich bin sicher, dass Stone Canyon als neuer Eigentümer das Geschäft erfolgreich weiterentwickeln wird“, so Lohr weiter. „Wir freuen uns, dass das amerikanische Salzgeschäft von K+S zu uns kommt", sagt James Fordyce, Co-CEO von Stone Canyon Industries Holdings. "Die Kombination aus der bekannten Marke Morton Salt und anderen führenden Produkten und Lösungen des amerikanischen Salzgeschäfts zusammen mit der Kissner Group Holdings von Stone Canyon ermögliche es, unser Produktangebot für Verbraucher sowie öffentliche und Gewerbekunden zu erweitern. Die Operative Einheit Americas beinhaltet im Wesentlichen K+S Chile, die im Jahr 2006 erworbene und unter dem früheren Namen bekannte SPL und die im Jahr 2009 akquirierte Morton Salt (USA) sowie K+S Windsor Salt (Kanada).

Schritt zur Reduzierung der Verschuldung

Die Veräußerung sei ein wichtiger Meilenstein für K+S bei der Umsetzung des im Dezember 2019 angekündigten Maßnahmenpakets, heißt es in der Pressemeldung des Konzerns. Die umfangreichen Projekte seien aufgrund anhaltend schwieriger externer Rahmenbedingungen verabschiedet worden, um die finanzielle Basis des Unternehmens zu stärken und die Verschuldung bis Ende 2021 um deutlich mehr als 2 Milliarden Euro zu reduzieren. Das Maßnahmenbündel und die jetzt vereinbarte Transaktion werden dazu beitragen, dass die Verschuldung noch deutlicher zurückgeführt werden kann.

Mit dem Verkauf der Operativen Einheit Americas gehe auch die Restrukturierung der verbleibenden Verwaltungsfunktionen in Deutschland einher. Wie bereits angekündigt, werden derzeit die Operative Einheit Europe+ und die Holding zu einer schlankeren und leistungsfähigeren K+S verbunden. Das Budget der künftig funktional organisierten Verwaltungsfunktionen wird um 30 % bzw. insgesamt rund 60 Millionen Euro pro Jahr reduziert. Die Restrukturierung wird derzeit umgesetzt und soll bis zum Ende des laufenden Jahres abgeschlossen sein.


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