Kartoffelanbau in Nordwest-Europa geht zurück

Der Verband der Kartoffelanbauer in Nordwest-Europa erwartet 2018 eine kleinere Ernte. Die Fläche mit Speise- und Verarbeitungskartoffeln schätzt der Verband in seinen Mitgliedsländern auf insgesamt 585.608 Hektar.

Seit Anfang Mai sind die meisten Knollen im Boden (Bildquelle: Walter Hollweg)

Der Verband der Kartoffelanbauer in Nordwest-Europa (NEPG) erwartet 2018 eine kleinere Ernte. Die Fläche mit Speise- und Verarbeitungskartoffeln schätzt der NEPG in seinen Mitgliedsländern auf insgesamt 585.608 Hektar. Wenn man den Ertragsdurchschnitt der vergangenen fünf Jahre zugrunde legt, würde auf dieser Fläche eine vier Prozent kleinere Ernte als im Vorjahr heranwachsen. Aus fast allen Regionen heißt es aber, dass die Landwirte teilweise vom Speisekartoffelanbau auf die Erzeugung von Verarbeitungskartoffeln umgestiegen sind und dafür immer ertragsstärkere Sorten verwendet werden. In Frankreich, in Deutschland und in den Niederlanden wird zudem davon ausgegangen, dass mehr Stärkekartoffeln angebaut werden. Diese Daten fließen aber nicht in die NEPG-Schätzung ein.

Aus allen im Verband vertretenen Ländern werden relativ späte Pflanztermine gemeldet. Am Ende der ersten Maiwoche war das Gros des Pflanzguts überall im Boden. Nur in Großbritannien hatten die Farmer erst 50 Prozent gepflanzt. Ein Anbauzuwachs wird aus Frankreich, Belgien und Deutschland gemeldet. Die Niederländer schränkten hingegen ihren Anbau um 2,5 Prozent ein, während die Briten noch keine Angaben dazu machten. Deren Fünfjahresdurchschnitt hinzugenommen, würde die Anbaufläche in den fünf genannten Ländern auf ein Plus von 0,4 Prozent kommen. Die Verfügbarkeit von Pflanzgut, fehlende Alternativen auf dem Acker und das große Vertragsangebot der Verarbeiter haben die Flächenausweitung gefördert. AMI

Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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