Kasachstan will Abhängigkeit von Russland beim Getreideexport begrenzen

Kasachstan will sich beim Getreideexport offenbar aus der logistischen Abhängigkeit von Russland lösen. Wie der Präsident der Getreideunion Kasachstans am vergangenen Mittwoch bei einer Videokonferenz zur Entwicklung der Agrar- und Lebensmittelmärkte überraschend ankündigte, soll ab der Ernte 2013 auf Getreideexporte über russische und ukrainische Schwarzmeerhäfen verzichtet werden.

Kasachstan will sich beim Getreideexport offenbar aus der logistischen Abhängigkeit von Russland lösen. Wie der Präsident der Getreideunion Kasachstans am vergangenen Mittwoch bei einer Videokonferenz zur Entwicklung der Agrar- und Lebensmittelmärkte überraschend ankündigte, soll ab der Ernte 2013 auf Getreideexporte über russische und ukrainische Schwarzmeerhäfen verzichtet werden. Eine Ausnahme davon soll allerdings für den Export von jährlich rund 500 000 t Durum gelten.
Der alternative Exportweg für kasachisches Getreide wird nach Darstellung des Verbandspräsidenten durch die bevorstehende Inbetriebnahme einer neuen Eisenbahnverbindung zwischen Georgien und der Türkei ermöglicht. Nach Kleinasien soll das Getreide über den Hafen Aktau, das Kaspische Meer sowie die Territorien Aser- baidschans und Georgiens gelangen. Im Wirtschaftsjahr 2011/12 exportierte Kasachstan nach einer Rekordernte laut Schätzung des Internationalen Getreiderats (IGC) 10,9 Mio. t Getreide. Die aktuelle Prognose für die laufende Saison beträgt 7,2 Mio. t. (AgE)


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