Kiew korrigiert Ernteprognose für Getreide nach unten

Die Getreideernte in der Ukraine dürfte kleiner ausfallen als bislang erwartet. Landwirtschaftsminister Olexij Pawlenko veranschlagt das Aufkommen aktuell auf rund 58,5 Mio t. In einem Interview schloss der Minister allerdings auch das Erreichen der Marke von 60 Mio t nicht aus.

Die Getreideernte in der Ukraine dürfte kleiner ausfallen als bislang erwartet. Landwirtschaftsminister Olexij Pawlenko veranschlagt das Aufkommen aktuell auf rund 58,5 Mio t. In einem Interview schloss der Minister allerdings auch das Erreichen der Marke von 60 Mio t nicht aus.

Vor einigen Wochen hatte das Ressort jedoch noch fest mit einer Produktion von bis zu 60,5 Mio t Getreide gerechnet; 2014 war bekanntlich die Rekordmenge von fast 63,9 Mio t gedroschen worden. Laut der Anfang Oktober vom Kiewer Agrarressort bekanntgegebenen Schätzung soll sich die diesjährige Ernte an Weizen auf annähernd 26,2 Mio t belaufen, das Aufkommen an Gerste auf gut 8,3 Mio t und das an Roggen auf 364 000 t. Zugleich wurde für Körnermais eine Druschmenge von rund 22,2 Mio t voraussagt. Dabei wurden die Getreidebestände zu Anfang dieses Wirtschaftsjahres vom Ministerium auf fast 10,3 Mio t geschätzt.

Mit Blick auf die Getreideausfuhren 2015/16 stellte Pawlenko fest, dass sich diese auf mindestens 36 Mio t belaufen würden. Diese Menge sei in einem "Memorandum of Understanding", welches das Ministerium mit den Marktteilnehmern abgesprochen habe, festgeschrieben worden. Darin werde von einem Binnenbedarf an Getreide von etwa 24 Mio t ausgegangen. Das Papier soll dem Minister zufolge bei einem für Mitte Oktober geplanten nationalen Agrarkongress unterzeichnet werden. Unterdessen haben die ukrainischen Getreideexporte in der aktuellen Saison der amtlichen Statistik zufolge Anfang vergangener Woche die Marke von 10 Mio t überschritten.

Im Einzelnen beliefen sich dabei die Ausfuhren von Weizen einschließlich Weizen-Roggen-Gemenge auf mehr als 5,6 Mio t und die von Gerste auf 2,9 Mio t. An Körnermais wurden 1,4 Mio t ins Ausland geliefert. Zum gleichen Zeitpunkt wurden außerdem seit Anfang 2015/16 fast 300 000 t Sojabohnen exportiert. AgE

DBV: "Umweltministerin nicht zum Dialog mit den Bauern bereit"

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht

Das könnte Sie auch interessieren


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen