Nasser Herbst lässt EU-Winterweizenfläche schrumpfen

Die Aussaat der Winterungen wird in der EU-28 durch zahlreiche Regenfälle beeinträchtigt, so dass insgesamt eine kleinere Aussaatmenge erwartet wird. Vielleicht wird sogar so wenig ausgesät wie seit vier Jahren nicht mehr.

So trocken wie hier war es bei der Aussaat 2017 selten. (Bildquelle: Valtra)

Die Aussaat der Winterungen wird in einigen Regionen der EU-28 durch zahlreiche Regenfälle beeinträchtigt, so dass insgesamt eine kleinere Aussaatmenge erwartet wird – vielleicht wird sogar so wenig ausgesät wie seit vier Jahren nicht mehr. Die Prognosen über die Weizenernte 2018 konnten bislang noch keine Preiswirkung erzielen, denn über die Ernte 2018 spricht in Deutschland vorerst kaum jemand. Die reichliche Versorgung in der laufenden Saison am Weltmarkt baut keinen Druck auf, sich um Partien der nächsten Ernte zu kümmern. Allerdings beginnen die Spekulationen um die Höhe der kommenden Weizenernte, vor allem, weil es in weiten Teilen aufgrund der ungünstigen Bedingungen nicht gut läuft.

Schon zu Beginn der Aussaat war davon ausgegangen worden, dass die Erzeuger in der EU-28 aufgrund der niedrigen Erlöse für Weizen auf andere Ackerkulturen umschwenken. Dazu kam dann der Regen, der die Felder unbefahrbar machte und so die Aussaatpläne durchkreuzte. Es wird davon ausgegangen, dass die EU-Anbaufläche für Winterweizen gegenüber dem Vorjahr um 300.000 Hektar schrumpfen könnte. Das wäre so wenig wie zuletzt 2013. Dafür könnte es mehr Gerste geben, auch wenn der Regen die Wintergerstenaussaat ebenso behindert hat. Im Frühjahr könnte dafür mehr Sommergerste kultiviert werden. Die jüngste Gerstenschätzung des französischen Analystenhauses Tallage liegt bei 12,4 Millionen Hektar und damit 300.000 Hektar über der Vorjahreslinie. AMI

Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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