Markt für Pommes frites wächst auch bei teurem Rohstoff

Die Verkäufe von Pommes frites legen im Wirtschaftsjahr 2016/17 weiter zu, obwohl der Rohstoff knapp und teuer ist. Der Absatz in Drittstaaten wuchs bislang besonders stark. Die Gesamtexporte von Pommes frites aus den Ländern Belgien, Niederlande und Deutschland summierten

Die Verkäufe von Pommes frites legen im Wirtschaftsjahr 2016/17 weiter zu, obwohl der Rohstoff knapp und teuer ist. Der Absatz in Drittstaaten wuchs bislang besonders stark. Die Gesamtexporte von Pommes frites aus den Ländern Belgien, Niederlande und Deutschland summierten sich bis Ende Februar 2017 im laufenden Wirtschaftsjahr auf fast 2,5 Millionen Tonnen. Das waren sechs Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Damit blieb das Wachstum exakt im Durchschnitt der vorherigen vier Jahre, die sogar jeweils den gleichen Zuwachs sahen. Knapper Rohstoff und hohe Preise für vertragsfreie Kartoffeln haben demnach vermutlich nicht dazu geführt, dass sich der Zuspruch der Kunden am EU- und Weltmarkt verringert hat. Da die Frittenhersteller insbesondere im Wirtschaftsjahr 2016/17 relativ viel Rohstoff unter Vertrag genommen hatten, war der Preiseffekt nicht ganz so gravierend, wie es auf den ersten Blick aussehen mag.

Auch die Knappheit des Rohstoffs konnte weitgehend ausgeglichen werden. So kauften die Fabriken im Herbst reichlich Kartoffeln, die ursprünglich einer anderen Verwendung zugedacht waren, beispielsweise der Stärkeherstellung oder dem Frischverzehr.

In den ersten acht Monaten des Wirtschaftsjahres 2016/17 legte vor allem der Drittlandexport von Pommes frites um 15 Prozent auf 800.000 Tonnen weiter zu. Damit machen die globalen Verkäufe rund 33 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Vor neun Jahren war der Anteil gerade mal halb so hoch. Bekanntlich wächst die Kartoffelverarbeitung in Belgien am stärksten.

Im Jahr 2012 haben die dortigen Fabriken beim Export den Niederländern den Rang abgelaufen und bauen seither ihren Vorsprung aus. In dieser Saison entfallen auf Belgien fast 1,25 Millionen Tonnen, auf die Niederlande 1,03 Millionen Tonnen und auf Deutschland 0,19 Millionen Tonnen. AMI

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Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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