Russland verlängert Embargo gegen EU um ein Jahr

Die russische Antwort ließ nicht lange auf sich warten! Nachdem die EU ihre Sanktionen gegen Russland Anfang der Woche verlängerte, hat nun auch die russische Regierung ihrerseits eine Verlängerung der Gegensanktionen beschlossen.

Die russische Antwort ließ nicht lange auf sich warten! Nachdem die EU ihre Sanktionen gegen Russland Anfang der Woche verlängerte, hat nun auch die russische Regierung ihrerseits eine Verlängerung der Gegensanktionen beschlossen. Das Kabinett legte schon am Montag Präsident Wladimir Putin eine Rechtsverordnung zur Unterzeichnung vor, die den Importstopp für Lebensmittel aus westlichen Staaten verlängert.
 
"Die Regierung hat sich mit der Bitte um die Verlängerung der Maßnahmen an mich gewandt", sagte Präsident Wladimir Putin am Mittwoch nach Angaben des Kreml. Daraufhin habe er per Dekret einige gegen den Westen beschlossene Wirtschaftsmaßnahmen "um ein Jahr ab heute" verlängert, berichtet die Rheinische Post.
Diese "Vergeltungsmaßnahmen" würden "Russlands Sicherheit gewährleisten", sagte Putin nach Angaben des Kreml bei dem Kabinettstreffen weiter. Das Einfuhrverbot für Nahrungsmittel trifft vor allem den Landwirtschaftssektor in der EU.

Die EU-Außenminister hatten am Montag bei ihrem Treffen in Luxemburg entschieden, die Wirtschaftssanktionen gegen Moskau "wegen Russlands destabilisierender Rolle in der Ostukraine" um ein halbes Jahr bis Ende Januar 2016 zu verlängern. Daher war erwartet worden, dass auch Moskau die Strafmaßnahmen um mindestens ein halbes Jahr verlängert. Die Sanktionen treffen die russische Bankenbranche sowie den Öl- und Verteidigungssektor hart.

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