Höhere Fleischproduktion soll ukrainische Importe drosseln

Die Ukraine wird in diesem Jahr ihre Fleischerzeugung voraussichtlich steigern und weniger Importe benötigen. Davon geht das Kiewer Landwirtschaftsministerium in seiner Jahresprognose für 2014 aus, berichtete die Onlineplattform GlobalMeatNews in der vergangenen Woche.

Die Ukraine wird in diesem Jahr ihre Fleischerzeugung voraussichtlich steigern und weniger Importe benötigen. Davon geht das Kiewer Landwirtschaftsministerium in seiner Jahresprognose für 2014 aus, berichtete die Onlineplattform GlobalMeatNews in der vergangenen Woche. Demnach rechnen die Experten mit einem Anstieg der Fleischproduktion gegenüber 2013 um 3,3 % auf 2,47 Mio t. Wesentliche Triebfeder dieser Entwicklung dürfte der Geflügelsektor sein, dessen Erzeugung um 5,6 % auf 1,26 Mio t zulegen soll. Der Schweinefleischanfall dürfte um 2,6 % auf 770 000 t steigen, während die Rindfleischproduktion mit rund 400 000 t auf dem Vorjahresniveau stagniert. Das Agrarressort erwartet aufgrund der größeren heimischen Erzeugung laut GlobalMeatNews einen Rückgang der gesamten Fleischeinfuhren um 4,6 % auf 315 000 t.

Vor allem dürfte weniger Geflügelfleisch aus dem Ausland benötigt werden; die Bezugsmenge könnte im Vergleich zu 2013 um 6,7 % auf 70 000 t sinken. Auch eine Reduzierung der Einfuhren an Schweinefleisch erwarten die Analysten des Kiewer Agrarressorts: Das Importvolumen soll 2014 um 4,3 % auf 220 000 t abnehmen. Keine wesentlichen Änderungen dürften sich dagegen bei Rindfleisch ergeben, es wird mit einer konstanten Einfuhrmenge von 20 000 t gerechnet. Für den Verbrauch kalkulieren die Experten des Ministeriums einen Anstieg um gut 2 % auf insgesamt 56,7 kg Fleisch je Kopf. Damit bliebe noch genügend Potenzial, mehr Fleisch als im Vorjahr ins Ausland zu verkaufen. Das Agrarressort prognostiziert einen Anstieg um rund 15 000 t oder 8,1 % auf 200 000 t.

Der größte Teil davon wird mit 160 000 t Geflügelfleisch sein, dessen Ausfuhren um 6,6 % gegenüber 2013 zunehmen sollen. Für Schweinfleisch wird sogar ein Zuwachs von mehr als 70 % prognostiziert, doch bleibt die unterstellte Menge mit 12 000 t überschaubar. Unverändert auf einem Niveau von 25 000 t werden die Lieferungen von Rindfleisch gesehen. Nach Angaben des ukrainischen Landwirtschaftsministers Mykola Prysyazhnyuk richtet sich bei der Fleischausfuhr der Blick vor allem auf die Europäische Union, weshalb die landeseigenen Veterinär- und Hygienebestimmungen gegenwärtig mit den EU-Standards harmonisiert werden.


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