Mehr Mais und weniger Soja in Argentinien

Die offizielle Prognose zur Ernte 2018 überraschte, denn sie wich deutlich von der bisherigen Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) ab. Argentinien könnte 2018 eine Rekordernte an Körnermais einbringen, so das Landwirtschaftsministerium in Buenos Aires.

Welche Statistik stimmt nun für Argentinien? (Bildquelle: Lehnert)

Die offizielle Prognose zur Ernte 2018 überraschte, denn sie wich deutlich von der bisherigen Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) ab. Argentinien könnte 2018 eine Rekordernte an Körnermais einbringen, so das Landwirtschaftsministerium in Buenos Aires, welches sich dabei auf die größere Anbauflächenschätzung von 6,8 Millionen Hektar beruft. Bei einem prognostizierten Ertrag von 75 Dezitonnen je Hektar ergäbe sich daraus eine Erntemenge von 51 Millionen Tonnen. Das wären noch einmal 1,5 Millionen Tonnen mehr als im Rekordjahr 2016/17.

Die Vorhersagen des Landwirtschaftsministeriums weichen damit deutlich von den USDA-Prognosen ab, die von 5,2 Millionen Hektar und 42 Millionen Tonnen ausgehen. Allerdings hatte zuletzt auch die Getreidebörse in Rosario ihre Flächenschätzung auf 5,4 Millionen Tonnen angehoben, bleibt damit aber ebenfalls deutlich unten den Regierungsangaben. Die Ausdehnung des Maisanbaus geht zu Lasten der Sojabohnen. Die Fläche wird sich nach Meinung des argentinischen Landwirtschaftsministeriums um eine Million Hektar auf 17 Millionen Hektar verkleinern. Bei Erträgen von 31 Tonnen je Hektar würde das eine Ernte von 53 Millionen Tonnen ergeben. Das wären knapp zwei Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr und deutlich weniger als die 57 Millionen Tonnen, die das UDSA im Oktober schätzte. AMI

Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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