Milch

Milchanlieferung in der ersten Jahreshälfte leicht gestiegen

In Deutschland hat sich das Milchaufkommen in den ersten sechs Monaten von 2020 durchgängig leicht über den Ergebnissen des Vorjahres bewegt.

Mit knapp 16,7 Millionen Tonnen wurde in Deutschland von Januar bis Juni 2020 insgesamt 0,5 Prozent mehr Milch erfasst als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Im bisherigen Jahresverlauf hat sich der Vorsprung zu 2019 jedoch sukzessive verringert. Während das Jahr mit einem Plus der gesamten Milchmengen von 1,0 Prozent gestartet ist, sind die Zuwachsraten bis April auf 0,2 Prozent geschrumpft. Im Mai kam das Wachstum dann kurzfristig zum Stillstand, bevor im Juni wieder ein leichter Zuwachs bei der Milchanlieferung zu verzeichnen war.

In der bundesweiten Betrachtung zeigt sich, dass der Zuwachs der Milchmengen im ersten Halbjahr im Wesentlichen auf die gestiegene Anlieferung im Bundesgebiet West zurückzuführen ist. Während hier das Rohstoffaufkommen um 1,0 Prozent höher ausfiel als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, ist das Rohstoffaufkommen im Bundesgebiet Ost hingegen weiter gesunken. Im Gegensatz zum leichten Plus bei der konventionellen Variante ist die ökologisch erzeugte Milchanlieferung im ersten Halbjahr deutlicher gestiegen. Von Januar bis Juni haben die heimischen Bio-Milchbauern insgesamt 630,8 Millionen Tonnen Milch angedient. Das waren im Schnitt 3,5 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Dabei zeigt sich, dass sich insbesondere die östlichen Bundesländer noch in der Umstellung von konventioneller auf Bio-Milch befinden. Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sind die Bio-Milchmengen in den ersten sechs Monaten von 2020 im Bundesgebiet Ost um 10,2 Prozent gestiegen. Dabei stechen Mecklenburg-Vorpommern mit einem Plus von 34,7 Prozent und Sachsen-Anhalt mit 9,7 Prozent deutlich hervor. Im Bundesgebiet West stiegen die ökologisch erzeugten Milchmengen um 3,4 Prozent. Gleichzeitig hat der Anteil der Bio-Milch an der gesamten Milch im aktuellen Jahr weiter zugenommen. Dieser lag im ersten Halbjahr bei 3,9 Prozent und damit nochmal um 0,1 Prozentpunkte höher als in der ersten Jahreshälfte von 2019. AMI


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