Milcherzeugerpreise setzen Abwärtstrend fort

Im Februar haben die Erzeugerpreise für Milch ihren Abwärtstrend fortgesetzt. Zahlreiche Molkereien haben ihre Auszahlungsleistung nochmals deutlich zurückgenommen. Damit schlugen sich die seit Herbst des vergangenen Jahres rückläufigen Tendenzen am Milchmarkt zwar später auf der Erzeugerebene nieder

Milchabholung (Bildquelle: dmk)

Im Februar haben die Erzeugerpreise für Milch ihren Abwärtstrend fortgesetzt. Zahlreiche Molkereien haben ihre Auszahlungsleistung nochmals deutlich zurückgenommen. Damit schlugen sich die seit Herbst des vergangenen Jahres rückläufigen Tendenzen am Milchmarkt zwar später auf der Erzeugerebene nieder als zu erwarten war, dafür aber umso stärker. Im bundesweiten Mittel erhielten die Milchviehbetriebe im Februar nach einer ersten Berechnung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) rund 33,3 Cent je Kilogramm für ihren konventionell erzeugten Rohstoff mit 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß. Dies entsprach einem Minus von knapp 2,3 Cent gegenüber dem Vormonat. Gleichzeitig fiel der Rückgang damit den zweiten Monat in Folge ausgesprochen hoch aus, auch wenn sich dieser leicht abgeschwächt hat. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Vorsprung weiter geschrumpft. Lag dieser zu Jahresbeginn noch bei drei Cent, waren es im Februar lediglich 0,6 Cent, denn im ersten Quartal des vergangenen Jahres haben sich die Erzeugerpreise überwiegend stabil gezeigt.

In den kommenden Monaten müssen die Milcherzeuger mit weiteren Preiskorrekturen nach unten rechnen, wenngleich die in der Mitte des ersten Quartals erfolgte Erholung am Fettmarkt den Rückgang abschwächen dürfte. Allerdings waren die Auszahlungsleistungen der Molkereien und deren Erlösmöglichkeiten aus den Verarbeitungsprodukten in den zurückliegenden Monaten deutlich auseinandergelaufen. So gingen die Preise für Milch und Molkereiprodukte bereits seit dem Herbst 2017 zurück. Die Verwertung aus den Interventionsprodukten Butter und Magermilchpulver ist im Februar dieses Jahres mit 27,3 Cent je Kilogramm auf den tiefsten Stand seit Mitte 2016 gefallen. Auch die Preise für Schnittkäse sind um den Jahreswechsel auf ein Niveau von unter drei Euro je Kilogramm gesunken, woraus sich ebenfalls keine Auszahlungen von über 30,0 Cent je Kilogramm ableiten lassen. Damit ist die Richtung bis zur Milchspitze im Mai auch für die Erzeugerpreise vorgegeben. AMI
 

Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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