Pulver, Käse, Butter

Milchverarbeitung verschiebt sich im ersten Halbjahr

Die Verarbeitungswege für Milch haben sich in den ersten sechs Monaten des Jahres verlagert.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres stand den Molkereien in Deutschland unter Berücksichtigung des Schalttages insgesamt 0,5 Prozent mehr Milch für die Verarbeitung zur Verfügung als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Zuge dessen konnte die Produktion von Milcherzeugnissen von Januar bis Juni ausgedehnt werden. Der zusätzliche Rohstoff wurde jedoch nicht in gleichem Maße für die einzelnen Produktionszweige verwendet, sodass sich bei der Herstellung der einzelnen Milchprodukte ein insgesamt uneinheitliches Bild gezeigt hat.

Die Produktion von Magermilchpulver ist dabei deutlich um 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ebenfalls über dem Vorjahr bewegte sich die Käseproduktion. Mit gut 1,2 Millionen Tonnen wurde in der ersten Jahreshälfte im Schnitt 2,8 Prozent mehr Käse hergestellt als im entsprechenden Zeitraum von 2019. Dabei zeigte sich im bisherigen Jahresverlauf eine recht uneinheitliche Entwicklung bei den Produktionsmengen.

Während im ersten Quartal noch durchschnittlich 5,1 Prozent mehr Käse hergestellt wurde als im Vorjahr, haben die Hersteller im April und Mai im Zuge ausreichender Verfügbarkeiten die Produktion gedrosselt, was den Anstieg bei Magermilchpulver und Butter in dieser Zeit erklärt. Beim mengenmäßig bedeutenden Schnitt- und Frischkäse fiel der Zuwachs mit jeweils rund zwei Prozent moderat aus. Rückläufig entwickelten sich hingegen die hergestellten Mengen bei Koch- und Molkenkäse sowie bei Schmelzkäse und -zubereitungen.

Bei Butter ist die Produktion von Januar bis Juni um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das starke Plus von 13,6 Prozent im April zurückzuführen. Insgesamt betrachtet zeigten sich in den übrigen Monaten jedoch uneinheitliche Entwicklungen. Gleichzeitig wurde mehr Rohstoff in die Herstellung von Sauermilcherzeugnissen gelenkt, hier wurde 1,4 Prozent mehr Ware produziert. AMI


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