Interview

MIV: Ein harter Brexit wäre auch hart für den Milchmarkt

Die Zeit für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien läuft Ende 2020 ab. Ein harter Brexit hätte auch Folgen für den Milchmarkt, meint der Milchindustrie-Verband (MIV).

Ein harter Brexit ohne ein Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien wird immer wahrscheinlicher. Womit rechnet der Milchindustrie-Verband (MIV) zum 1. Januar 2021? Das fragten wir Hauptgeschäftsführer Eckhard Heuser:

Eckhard Heuser: Ich bin Optimist und rechne mit einem „Last-Minute-Abkommen“. So verrückt können beide Seiten doch nicht sein. Im Vordergrund muss der freie Warenverkehr zum Zollsatz Null sein und das in beide Richtungen.

Welche Vorkehrungen haben die Unternehmen der Milchwirtschaft für einen harten Brexit getroffen?

Heuser: Da, wo Vorkehrungen helfen, haben die Unternehmen sich vorbereitet. Zusammen mit den Importeuren auf der Insel haben sie vieles besprochen. Das bringt allerdings wenig, wenn der Zollsatz beim harten Brexit riesengroß wird. Dann stockt der Handel trotzdem.

Wie würde sich...


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Diskussionen zum Artikel

von Josef Doll

Die Irische

Milch ist die billigste und die näheste . Außerdem hat Irland 250 % mehr Milch als es selbst verbraucht. Naja soll England gegen Irland einen Boykott machen ------- der Krieg wäre sicher . Und Großbritanien nach 6 Jahren Britanien ......

von Werner Albrecht

Der Markt hat immer recht

Weder der Milchindustrie, noch der Politik ist es egal. Hier hilft auch keine Mengenregelung. Hier hilft nur Märkte erschließen. Was passiert in Deutschland. Auflagen, Auflagen in der Hoffnung das viele das Handtuch schmeißen. Dasist nur ein kleiner Vorgeschmack, was uns durch die ... mehr anzeigen

von Steffen Hinrichs

Wieweit ist man denn mit dem Freihandelsabkommen mit Neuseeland !?

Das sollte man aber auch sofort boykottieren ,wenn man schon so tut ,als würde man sich für Milcherzeuger einsetzen .

von Gerd Uken

Ob Herr Heuser die Studie von Flynth

Kennt- in den letzten fünf Jahren ist in NL der Kritische Milchpreis dercBauern von 32,8 Cent auf 36 Cent angestiegen u d die durchschnittlicher Finanzzierungslast bei 1,04 Cent/kg Milch. Kann man ja mal mit seinen vergleichen. Der Handelspartner ist immer noch die Niederlande

von Renke Renken

Mengen runter,

Es werden doch immer Verträge mit Menge und Preis gefordert, das ist am Ende nichts anderes als eine Quote, und die brauchen wir, wenn wir kostendeckende Erlöse erzielen wollen, mehr denn je.

von Franz-Josef Aussel

Blödsinn

Der Heuser will sich mal wieder für den schlechten Milchpreis entschuldigen. Der Brite wird genausoviel Milchprodukte konsumieren wie bisher, es kommt dann eben woanders her. Unsere Molkereien sind doch weltweit aktiv, oder?

von Gerd Uken

Richtig genau

Wie beim Russlandembargo.... DMK ist ja schon dort.

von Gerd Uken

Der Letzte Absatz sagtceigentlich

Alles aus und daran krankt das Ganze System!

von Alois Riedl

Der Michindustrie...

...ist es doch sch...egal. Die Zeche zahlt der Milchlieferant. Egal ob Zölle, Marktverwerfungen oder was auch immer. Gewinne werden Privatisiert, Verluste Sozialisiert.

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