Viehzählung

Niedrigster Schweinebestand seit 2000

Der deutsche Schweinebestand hat sich 2019 spürbar reduziert.

In Deutschland hielten am Stichtag 3. November 2019 rund 21.100 Betriebe Schweine, das sind im Vergleich mit der Vorjahreszählung fast vier Prozent weniger. Der gesamte Schweinebestand betrug nach den kürzlich veröffentlichten vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes 25,9 Millionen Tiere. Damit verringerte sich der Bestand innerhalb von zwölf Monaten um 1,8 Prozent. Somit wurden so wenig Schweine wie zuletzt 2000 registriert.

Besonders deutlich fiel das Minus im Bereich der Sauenhaltung aus. Während die Zahl der Zuchtsauen um 2,9 Prozent zurückging, verringerte sich die Zahl der Sauen haltenden Betriebe sogar um 7,7 Prozent innerhalb von zwölf Monaten. Die anspruchsvolleren Tierschutzverordnungen (insbesondere das Verbot der betäubungslosen Kastration ab dem Jahr 2021) gekoppelt mit der Planungsunsicherheit bei zukünftigen Investitionen lassen viele Sauenhalter aus der Produktion aussteigen. Viele Betriebsleiter entscheiden sich – vor allem mit kleineren Sauenherden – zur Aufgabe des Betriebszweiges. In Deutschland hielten bei der Viehzählung im November 2019 noch rund 7.200 Betriebe etwa 1,8 Millionen Sauen in ihren Ställen. AMI


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Gerhard Steffek

Nur weiter so!

Wieviele werden am Ende noch übrig bleiben. Bäuerliche Landwirtschaft ade!!! Allen Beteuerungen zu dieser zum Trotz. Klassischer Fall von Rohrkrepierer für die Grünen, die ja mit ihren Auflagen immer die bäuerlichen Strukturen stärken möchten, damit aber nur strangulieren. Tja gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Dazu bräuchte man aber Hirn und gesunden Menschenverstand. Nur sehe ich den bei dieser Klientel nicht. Auch wieder so ein klassischer Fall: nur Dumm studiert!!! Na ja, wie es Bismark mal so schön ausdrückte: "Die erste Generation schafft Vermögen, die Zweite erhält es, die Dritte studiert Kunstgeschichte und die Vierte verkommt". Wir sind auf dem besten Weg dahin. Die Dritte, die mit der Kunstgeschichte (Roth, Habeck und Co), ist jetzt in der Politik und bestimmt den Weg und die Vierte (Kevin Kühnert und Luisa Neubauer) ist am heranwachsen. Aber anscheinend ist das alles nichts Neues. Denn bereits Plato hatte das schon in auch für uns erschreckend realistische und stimmige Worte in seiner "Politeia" gefaßt: „Wenn sich Väter daran gewöhnen, ihre Kinder einfach gewähren und laufen zu lassen, wie sie wollen, und sich vor ihren erwachsenen Kindern geradezu fürchten; oder wenn Söhne schon sein wollen wie die Väter, also ihre Eltern weder scheuen noch sich um ihre Worte kümmern, sich nichts mehr sagen lassen wollen, um ja recht erwachsen und selbständig zu erscheinen; wenn die Lehrer bei solchen Verhältnissen vor ihren Schülern zittern und ihnen lieber schmeicheln, statt sie sicher und mit starker Hand auf einem geraden Weg zu führen, so daß die Schüler sich nichts mehr aus solchen Lehrern machen; wenn es überhaupt schon so weit ist, daß sich die Jüngeren den Älteren gleichstellen, ja gegen sie aufgetreten sind mit Wort und Tat, die älteren sich aber unter die Jungen stellen und sich ihnen gefällig zu machen versuchen, indem sie ihre Albernheiten und Ungehörigkeiten übersehen oder gar daran teilnehmen, damit sie ja nicht den Anschein erwecken als seien sie Spielverderber, oder auf Autorität vergessen; wenn auf diese Weise die Seele und die Widerstandskraft der Jungen allmählich mürbe werden; wenn sie aufsässig werden und es schließlich nicht mehr ertragen können, wenn man nur ein klein wenig Unterordnung von ihnen verlangt; wenn sie am Ende dann auch die Gesetze verachten, weil sie niemand und nichts mehr als Herrn über sich anerkennen wollen, so ist das der schöne und jugendfrohe Anfang der Tyrannis.“

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen