Nur 16 % der Verbraucher zahlen für mehr Tierwohl Premium

Zahlen deutsche Verbraucher wirklich mehr für Tierwohlprodukte? Eine neue Praxisstudie lässt daran Zweifel aufkommen.

Nur 16 % der Einzelhandelskunden sind bereit, einen Tierwohlartikel anstatt konventionell erzeugter Ware zu kaufen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Hochschule Osnabrück, im im Dezember 2018 abgeschlossen wurde. Demnach hatte das Tierwohl-Siegel dabei nicht durchgängig einen positiven Einfluss auf die Kaufbereitschaft. Zudem wurden nur moderate Preisaufschläge von etwa 30 Cent für einen mittelpreisigen Schweinefleisch-Artikel akzeptiert, der nach Tierwohl-Standards produziert wurde. Das entspricht einer Preiserhöhung von 9 bis 13 Prozent.

„Die Ergebnisse haben uns überrascht“, kommentiert Prof. Dr. Ulrich Enneking von der Hochschule Osnabrück. „Bisherige Umfragen haben ergeben, dass viele Verbraucher grundsätzlich bereit sind, deutlich mehr Geld für Fleisch auszugeben, wenn es nach höheren Tierwohl-Standards produziert wurde. Wir wissen jetzt, dass die beobachtete Realität beim tatsächlichen Kaufverhalten differenzierter und komplexer ist. Die grundsätzliche Bereitschaft, im Test mehr Geld für solches Fleisch auszugeben, ist nur bedingt ausgeprägt.“ Dieses geringe...

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Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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Diskussionen zum Artikel

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von Bernhard Randler

Wunsch und Wirklichkeit

Die Diskrepanz zwischen dem was der Verbraucher sagt und was er tut ist schon lange Zeit bekannt. Da braucht sich der Professor nicht wundern, das hätte ich ihm als dummer Bauer auch ohne Studie sagen können. Wenns an den Geldbeutel geht kommt die Wahrheit ans Licht. Kein Wunder dass in die Schweinehaltung nicht mehr investiert wird. Lippenbekenntnisse vom Verbraucher sind keine solide Basis für teuere Investitionsentscheidungen. Wir dt. Bauern sollen nach teuren Standards produzieren. Wenn es aber in den Regalen liegen bliebt, ordert der LEH billigstes Standardfleisch nach das in Massen über den Tresen geht. In Zukunft sogar aus Spanien kommend, wo der Landarbeiter als Tagelöhner ohne Sozialversicherung für 25-35 € pro Tag im Schweinestall arbeitet. Vielen Dank lieber verlogener Verbraucher.

von Hans Eberlein

Einkommen

Die Masse der Verbraucher hat doch nicht das Einkommen , die Fleischqualität zwischem gut und günstig und Tierwohl besteht doch nur an der Verpackung und an den größeren Gewinnen bei Tierwohl für den Einzelhandel. Fleischqualität ändert man nicht mit einen Programm sondern nur mit der Rasse und dem Futter.

von Klaus Goller

Politikziel

Alle Aktionen in diesem Bereich - Tierwohl - Feinstaub/Ammoniak - Kastration/Kastenstand - Verfassungsklage und viele andere mehr führen zum allseits gewollten Ziel: Die deutsche Schweineproduktion ins Nirwana zu katapultieren - ohne Rücksicht auf die Bauern und Ihre Familien. - Im Gegenteil - da ist das durchaus gewollt, noch einen Großteil des Vermögens dieser Betriebe mit abzuschöpfen, bevor sie über den Jordan gehen und aufgeben müssen. Und Nitratbelastung und Umwelteinwirkung hat man auch gleich mit im Griff. Oberdrein gibt's dann noch Potential für einen Ausgleich des Außenhandelsüberschußes - Autos raus Lebensmittel rein. Besser geht's nicht.

von Klaus Goller

Politikziel

Alle Aktionen in diesem Bereich - Tierwohl - Feinstaub/Ammoniak - Kastration/Kastenstand - Verfassungsklage und viele andere mehr führen zum allseits gewollten Ziel: Die deutsche Schweineproduktion ins Nirwana zu katapultieren - ohne Rücksicht auf die Bauern und Ihre Familien. - Im Gegenteil - da ist das durchaus gewollt, noch einen Großteil des Vermögens dieser Betriebe mit abzuschöpfen, bevor sie über den Jordan gehen und aufgeben müssen. Und Nitratbelastung und Umwelteinwirkung hat man auch gleich mit im Griff. Oberdrein gibt's dann noch Potential für einen Ausgleich des Außenhandelsüberschußes - Autos raus Lebensmittel rein. Besser geht's nicht.

von Gerhard Steffek

Wie man sieht -

beim Geld hört sich die Freundschaft auf. Allen Beteuerungen zum Trotz!

von Josef Doll

Der Rohrkrepierer der NGO`s

wird zur Kostenfalle der deutschen Landwirtschaft. Oder anders geschrieben: Deutsches Fleisch wird an der Ladenteke oder gar nur im Schlachthof zum Biligfleisch deklasiert.

von Frank Wolf

Nichts Neues!

Die Erkenntnis ist doch nicht neu. Allerdings finde ich es von der Polititk absolut unerhört, uns Landwirten die Produktionsweise vorzuschreiben. Der Verbraucher hat es mit seinem Kaufverhalten in der Hand. Am Ende produzieren wir, was der Verbraucher wünscht, da braucht es keine politische Einmischung. Und solange der Verbraucher nicht bereit ist, mehr Geld auszugeben, kann meiner Meinung nach niemand von den Landwirten verlangen, teuerere Produkte herzustellen.

von Gerald Hertel

das ist mit QS, QM oder GVO-frei ebenso. Für uns Mehraufwand an Bürokratie, Mehrkosten für Einkauf und für Anerkennung aber all das wird an der Supermarkttheke fast zum Nulltarif durchgereicht weil da die meisten Kunden billig, billig kaufen.

von Gerhard Lindner

Die Produkte werden schon noch zu 100% gekauft, aber erst, wenn es nicht teuerer ist wiedas andere. Pressemeldung des BBV heute Wirtschaftsteil underer Zeitung: Trotz Dürre und schlechteren Ernte werden die Verbraucherpreise nicht steigen, auch bei Milch und Getreidepreisen bleiben die Erzeugerpreise stabil. Dies sagt doch schon alles.

von Gerd Uken

Ich setz noch einen nach

Was jetzt als Premium und mit Label extra verkauft wird ist dann demnächst „ Standard „! So läuft das doch und die ganzen Eigenmarken sind sowieso unser verderben- weil Austauschbar!

von Gerhard Seeger

Knaller !!!

... eine weitere sensationelle Meldung; Forscher fanden bei langjährigen aufwendigen Untersuchungen heraus: Der Papst ist katholisch!

von Willy Toft

Von uns wird ein Hype an Auflagen abverlangt, um anschließend wieder bei gut und ....

günstig zu landen! Wir ändern die Gesellschaft nicht mehr, von den NGO´S wird nur Zwietracht gesät, mit Unterstützung der Medien. Das Ergebnis kennen wir, alles muss noch billiger werden, die QUALITÄT NATÜRLICH BESSER, nur so werden wir ständig am Gängelband geführt! Der Kunde schließlich, stimmt an der Ladenkasse ab, dass bleibt wahrscheinlich auch immer so!

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Binsenweisheit

Hat denn jemand wirklich etwas anderes erwartet?

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