Optionshandel führt nicht zu höherer Preisvolatilität

Der zunehmende Handel mit Optionen auf landwirtschaftlichen Warenterminmärkten führt nicht zu einer erhöhten Volatilität internationaler Agrarrohstoffpreise.

Der zunehmende Handel mit Optionen auf landwirtschaftlichen Warenterminmärkten führt nicht zu einer erhöhten Volatilität internationaler Agrarrohstoffpreise. Zu diesem Ergebnis kommt eine empirische Studie von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) sowie der Universitäten Göttingen und Kiel über den Optionshandel am Beispiel des Körnermaismarktes der europäischen Leitbörse Matif.
Laut IAMO-Angaben wurde mit der Studie erstmals der Zusammenhang zwischen dem Handel mit Optionen auf Warenterminkontrakte und der Preisbildung bei Agrarrohstoffen empirisch untersucht. Die Wissenschaftler hätten festgestellt, dass auf volatileren Agrarmärkten der Optionshandel zunehmend an Bedeutung gewinne. Optionen ermöglichten eine einseitige Absicherung von Preisrisiken, beispielsweise nur gegen fallende Preise. Befürchtungen, dass sich durch den Optionshandel die Volatilität der Agrarrohstoffpreise erhöhe, hätten sich zumindest für den europäischen Matif-Körnermaismarkt nicht bestätigt.
Für IAMO-Direktor Prof. Thomas Glauben zeigen die Ergebnisse einmal mehr, „dass Warentermingeschäfte nicht für steigende Preisschwankungen auf Agrarmärkten verantwortlich sind." Forderungen nach einer stärkeren Regulierung landwirtschaftlicher Terminmärkte hält Glauben dementsprechend für nicht gerechtfertigt. Ähnlich wie andere Instrumente der Preisabsicherung könne der Optionshandel dazu beitragen, Marktfunktionen zu stärken, Marktungleichgewichtige abzubauen und einer übermäßigen Preisvolatilität entgegenzuwirken. AgE


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