Generalversammlung

Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main zufrieden mit Geschäft 2019

Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main (RWZ) geht angesichts des bisherigen Geschäftsverlaufs davon aus, dass die für das Wirtschaftsjahr 2019 gesteckten Ziele erreicht werden

Eine „alles in allem gute Gesamtleistung“ für das Geschäftsjahr 2018 resümierte der Vorstand vor der diesjährigen Generalversammlung der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) am 19. Juni in Bonn. Einstimmig beschlossen wurde eine Dividende von 2%.

Operativ kam die RWZ in 2018 mit einem EBIT von 12 Mio. Euro nahezu in Vorjahreshöhe und einer „schwarzen Null“ beim Konzernergebnis bei gleichzeitig andauernder Neuausrichtung gut durch das Jahr. Dank einer starken Vertriebsleistung, insbesondere im Kartoffel-, Technik- und Energiegeschäft sowie gezielten Maßnahmen zur Kostensenkung, konnte das als Folge strategischer Entkonsolidierungen in Kombination mit negativen, witterungsbedingten Effekten aus dem Handel mit Betriebsmitteln und Agrarerzeugnissen rückläufige Rohergebnis nahezu ausgeglichen werden. Gleichzeitig gelang es, das Kerngeschäft rund um Landwirtschaft, Wein- und Gartenbau durch passende Zukäufe und Allianzen zu stärken.

"Wir sind konzernweit schlanker, anpassungs- und widerstandsfähiger geworden - und deshalb haben wir das schwierige Jahr 2018 auch gut überstanden. Damit ist perspektivisch eine solide Basis zugunsten besserer Geschäftsergebnisse gelegt. Gleichwohl werden wir unsere Strategie ‚PRIO‘ zur Neuausrichtung der RWZ nachschärfen und noch zielsicherer auf die Interessen unserer Anspruchsgruppen Landwirte, Primärgenossenschaften und Raiffeisenbanken ausrichten“, so der Vorstandsvorsitzende Christoph Kempkes.

Trotz der unerwartet schwierigen Rahmenbedingungen im Jahr 2018 befinden sich auch die wesentlichen Bilanzkennzahlen des RWZ-Konzerns weiterhin auf solidem Niveau; die Eigenkapitalquote liegt bei passablen 22%. „Außerdem konnten wir in 2018 etwas Risikovorsorge für künftig mögliche Beanspruchungen im Ergebnis verarbeiten, obwohl wir im Saldo rund 6 Mio. Euro entgangenes Rohergebnis als Folge der Witterung verkraften mussten", erläuterte Finanzvorstand Joachim Rabe.

Der Plan für das laufende Geschäftsjahr 2019 sieht vor, das operative Ergebnis (EBIT) auf Basis eines Konzernumsatzes von rund 2 Mrd. Euro auf 15 Mio. Euro zu steigern. Der bisherige Geschäftsverlauf lässt erwarten, dass die für das Geschäftsjahr 2019 gesteckten Ziele erreicht werden.

Der Vorstandsvorsitzende Kempkes beleuchtete in seinen Ausführungen die aus seiner Sicht derzeit größten Herausforderungen der Agrarbranche - u.a. Extremwetterlagen, ein verschärftes regulatorisches Umfeld, das sich ändernde Ernährungsverhalten, den Strukturwandel und die Mitarbeiterqualifikation - und leitet daraus strategische Themen für die RWZ ab. „Allmählich wird es zur Überlebensfrage, neu zu denken, regelmäßig und selbstkritisch alles auf den Prüfstand zu stellen und das noch oftmals übliche ,Inseldenken‘ abzulegen. Wir sollten uns stattdessen wieder stärker auf den genossenschaftlichen Verbundgedanken besinnen und unsere Kräfte effektiver bündeln", resümiert Kempkes.

Manuel Andrack, im Raiffeisenjahr 2018 mit dem Auftrag unterwegs, über die Vielfalt genossenschaftlicher Aktivitäten zu berichten, teilte in seinem Gastvortrag vor rund 400 Zuhörern seine Begeisterung für die Genossenschaftsidee. Genossenschaften verbinden in idealer Weise Eigentümer- und Kapitalinteressen mit Geschäftsmodellen zum Wohle der Allgemeinheit. Anschaulich beschrieb er die Rechtsform Genossenschaft als „hochmodern“, weil „durch das Teilen von Infrastruktur und Betriebsmitteln die Herausforderungen unserer Zeit gemeinschaftlich und gepaart mit Eigeninitiative wirkungsvoll bewerkstelligt werden können“, so Andrack. Er wies darauf hin, dass viele gute Geschäftsideen überhaupt erst über den Weg einer Genossenschaftsgründung realisiert werden konnten und zudem in Deutschland millionenfach Beschäftigung schaffen.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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