Russland: Agrarministerium will rund 1,5 Mio. t Interventionsweizen loswerden

Russland: Agrarministerium will rund 1,5 Mio. t Interventionsweizen loswerden Das russische Landwirtschaftsministerium plant bis zu 1,5 Mio. t Weizen aus dem föderalen Interventionsfonds im laufenden Wirtschaftsjahr zu verkaufen.

Flagge Russland (Bildquelle: top agrar)

Das russische Landwirtschaftsministerium plant bis zu 1,5 Mio. t Weizen aus dem föderalen Interventionsfonds im laufenden Wirtschaftsjahr zu verkaufen, berichtet der Pressedienst AIZ. Das gehe aus einer Stellungnahme des Ressorts zu den vom Kabinett geplanten Änderungen der Agrarinterventions-Bestimmungen hervor. Dabei dürfte die Ware sowohl an Exporteure als auch an andere Interessenten veräußert werden. Unterdessen sind die erst Anfang der dritten Juni-Dekade angelaufenen Verkäufe von bis zu 500.000 t Weizen und Futtergerste aus den Interventionsbeständen an die Exporteure unterbrochen worden. Ein Pressesprecher des Landwirtschaftsministeriums hat dies mit der Notwendigkeit erklärt, die aktuelle Marktsituation genauer unter die Lupe zu nehmen.

Nach Angaben der Nationalen Warenbörse (NTB) sind bis Mittwoch vergangener Woche rund 122.500 t Getreide veräußert worden. Vor dem Beginn der Verkäufe beliefen sich die Interventionsbestände auf etwas mehr als 4 Mio. t. Dem Landwirtschaftsministerium bleibe nichts anderes übrig als den Interventionsfonds weiter zu entlasten, denn das im diesjährigen Staatshaushalt dafür vorgesehene Etat lasse die Lagerung von nur 3 Mio. t Getreide zu, kommentierte das Moskauer Consulting- und Forschungszentrum für Agrarökonomie (Sovecon) die Lage.

Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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