Russland: Analysten halten fast 100 Mio. t Getreide für möglich

Die Aussichten auf die diesjährige Getreideernte in Russland haben sich zumindest nach Einschätzung der unabhängigen Agraranalysengesellschaft ProZerno zuletzt verbessert. Wie ProZerno-Geschäftsführer Wladimir Petritschenko nun feststellte, könnten durchaus 98 Mio. t Getreide eingebracht werden. Im Vergleich zu 2012 wäre das eine Steigerung um 38 %.

Die Aussichten auf die diesjährige Getreideernte in Russland haben sich zumindest nach Einschätzung der unabhängigen Agraranalysengesellschaft ProZerno zuletzt verbessert. Wie ProZerno-Geschäftsführer Wladimir Petritschenko nun feststellte, könnten durchaus 98 Mio. t Getreide eingebracht werden. Im Vergleich zu 2012 wäre das eine Steigerung um 38 %. Demnach soll die Weizenproduktion 58,5 Mio. t erreichen bzw. um mehr als die Hälfte umfangreicher ausfallen.

Nach seinen Angaben könnte Russland in diesem Fall im Wirtschaftsjahr 2013/14 zwischen 22 Mio. t und 23 Mio. t Getreide exportieren, gegenüber voraussichtlich 14,8 Mio. t in der laufenden Kampagne. Allerdings schränkte Petritschenko ein, dass dieses Exportpotential wahrscheinlich nicht realisiert werden dürfte, da die Regierung vor habe, die in dieser Saison deutlich gesunkenen Getreidebestände im nationalen Interventionsfonds wieder aufzufüllen. Die mögliche Ausfuhr von Weizen prognostizierte der Experte für 2013/14 auf 16 Mio. t bis 17 Mio. t.

Mit 2,7 Mio. t könnte Körnermais im kommenden Vermarktungsjahr gemäß seiner Vorhersage erstmals zum zweitwichtigsten Exportgetreide werden, vor Gerste mit 2,5 Mio. t. Derweil hält die Regierung an ihrer bisherigen Ernteschätzung fest: Ministerpräsident Dmitrij Medwedew erklärte am vergangenen Mittwoch vor Abgeordneten der Staatsduma, dass mit einer Produktion zwischen 90 Mio. t und 95 Mio. t gerechnet werde. Dies entspricht der amtlichen Prognose von März. Laut dem inzwischen etwas nach oben korrigierten offiziellen Ernteresultat wurden 2012 in Russland rund 70,9 Mio t Getreide geerntet; das war aufgrund der Dürre ein Viertel weniger als im Vorjahr. (AgE/ab)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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