Russland: Fleischerzeugung weiter gestiegen

Trotz hoher Futtermittelpreise und eines nach Darstellung der Regierung zuletzt gewachsenen Importdrucks ist die Fleischerzeugung in Russland zum Jahresbeginn aufgrund einer positiven Entwicklung der Schweinehaltung weiter gestiegen.

Trotz hoher Futtermittelpreise und eines nach Darstellung der Regierung zuletzt gewachsenen Importdrucks ist die Fleischerzeugung in Russland zum Jahresbeginn aufgrund einer positiven Entwicklung der Schweinehaltung weiter gestiegen. Wie der Föderale Statistische Dienst in Moskau berichtete, fiel das Aufkommen von Schlachttieren im ersten Quartal 2013 mit rund 2,6 Mio t Lebendgewicht (LG) um 5,9 % größer aus als in der entsprechenden Vorjahresperiode.

Die Steigerung sei in erster Linie auf die höhere Produktion von Schweinefleisch im organisierten Sektor der russischen Landwirtschaft zurückzuführen, auf den annähernd drei Viertel des gesamten Schweinebestandes entfielen, stellten die Statistiker fest. Im Gegensatz zur Fleischerzeugung nahm die Produktion von Milch und Eiern im Vergleich zum ersten Quartal 2012 allerdings ab, und zwar um 3,8 % auf etwa 6,2 Mio t beziehungsweise 1,1 % auf gut 9,8 Milliarden Stück. Der Behörde zufolge wurden Ende März in Russland insgesamt rund 19,9 Millionen Schweine gehalten; das waren 9,9 % mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Der gesamte Geflügelbestand wuchs gegenüber Ende März 2012 um 2,7 % auf 505,3 Millionen Tiere und die Zahl der Schafe und Ziegen um 1,3 % auf insgesamt 24,9 Millionen Stück.

Demgegenüber setzte sich der Abbau der Rinderbestände fort; hier verringerte sich der Herdenumfang insgesamt um 1,2 % auf etwa 20,7 Millionen Tiere, wobei die Zahl der Kühe um 1,8 % auf rund 8,9 Millionen Stück abnahm.

Die Futterversorgung der Landwirtschaft stellt sich der Statistikbehörde zufolge im Vergleich zum Vorjahr deutlich schlechter dar: Bei den gemeinschaftlich geführten Landwirtschaftsbetrieben wurden Anfang April Futtermittelvorräte über nur insgesamt rund 7,4 Mio t Futtereinheiten erfasst, gegenüber 9,4 Mio t vor Jahresfrist; bezogen auf eine Tiereinheit waren es mit 4,4 dt Futtereinheiten 26,7 % weniger. Die bei diesen Betrieben vorhandenen Kraftfuttermengen bezifferten die Statistiker auf rund 2,7 Mio t, während es im April 2012 gut 3,5 Mio t gewesen waren. AgE


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