Schleswig-Holstein

SH: Kaufpreise für Ackerland steigen – Pachtpreise bleiben stabil

Im Vergleich zu den Vorjahren gab es in Schleswig-Holstein bei Ackerflächen landesweit Preissteigerungen von rund 5,3%. Die Entwicklung der Pachtpreise habe sich jedoch von den Kaufpreisen entkoppelt.

Wie auch in der Vergangenheit werden für Ackerflächen in Schleswig-Holstein in Nordoldenburg-Fehmarn mit 50.002 €/ha die höchsten Kaufpreise erzielt. Im Vergleich zu den Vorjahren gab es bei Ackerflächen für 2018/2019 landesweit Preissteigerungen von 5,3 % auf durchschnittlich 35.513 €/ha. Im Vergleich zu 2015/2016 – dem ersten Jahr der statistischen Auswertung – stiegen die Ackerpreise lediglich um 2,4 % und bilden damit in etwa die Inflationsrate ab. Bei den Ackerpreisen gab es in den Vorjahren (2016/2017 und 2017/2018) eine Preisdelle, so dass das Preisniveau von 2015/2016 erst aktuell wieder erreicht wird, das teilte das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung mit.

Die Entwicklung der Pachtpreise habe sich von den Kaufpreisen entkoppelt. Die Pachtpreise für Ackerflächen sind im Vergleich zur Vorperiode nahezu unverändert geblieben (aktuell 547 €/ha) und liegen um 1,8 % unter dem Niveau von 2015/2016. Noch deutlicher zurück gingen die Pachten bei Dauergrünland, sie sanken seit 2015/2016 landesweit kontinuierlich um 5,7 % auf 331 €/ha; am stärksten war der aktuelle Rückgang in der Marsch mit 7,4% im Vergleich zur Vorperiode auf 314 €/ha bzw. um 12,8 % im Vergleich zu 2015/2016.

Mit den vom Statistikamt Nord ausgewerteten Kauf- und Pachtpreisen können die Zahlen für 2018/2019 nun auf der Internetseite des Landes eingesehen werden. Zum vierten Mal wurden der aktuelle Kauf- und Pachtpreisspiegel für landwirtschaftliche Grundstücke in Schleswig-Holstein durch das Landwirtschaftsministerium veröffentlicht.


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