Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Westfleisch-Vorstand Premium

Es geht um 16 Mio. €, die in der Westfleischkasse fehlen könnten. Die WDR-Recherchen werfen kein gutes Licht auf den Aufsichtsrat.

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied und einen früheren leitenden Mitarbeiter des Schlachtunternehmens Westfleisch. Es geht um den Vorwurf der Untreue in Millionenhöhe. Der Schaden für das genossenschaftliche Unternehmen beläuft sich laut Recherchen des WDR auf etwa 16 Mio. €. Konkret geht es dabei um Fleischexporte nach Russland aus den Jahren 2014 und 2015. In dieser Zeit waren wegen des Russlandembargos Fleischlieferungen aus Deutschland nicht möglich. Laut Staatsanwaltschaft habe Westfleisch deshalb Fleisch im Ausland gekauft und dann an die Russen geliefert. Der Vorwurf gegen die Westfleisch-Manager: Die Erlöse dieser Deals seien nicht zurück an die Genossenschaft geflossen.

Der WDR stellt in dem Bericht die Frage, warum die 16 Mio. € nicht in den Geschäftsberichten der Westfleisch auftauchen. Der Konzern habe deshalb in der Bilanz 2015 erstmals einen Verlust von 6 Mio. € ausweisen müssen. Das sei zudem ein Grund dafür gewesen, warum die landwirtschaftlichen Mitglieder in dieser Zeit keine Sonderausschüttung erhalten konnten. In dem Geschäftsbericht sei dies jedoch mit gestiegenen Kosten und der Einführung des Mindestlohns erklärt worden.

Hinter den Kulissen versuchte der damals neue ...

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Ein Westfleisch-Manager soll angeblich 16 Mio. € für Fleischexporte nach Russland veruntreut haben. Die dadurch entstandenen Verluste habe das Unternehmen verschleiert. Im Gespräch mit top agrar ...

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Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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Diskussionen zum Artikel

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von Stefan Flüchter

Russlandgeschäfte

Vielleicht sollte man mal den C. Leding dazu befragen.

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