Agrarmärkte

Starke Kartoffelexporte im Herbst

Die Kartoffelexporte waren im Oktober auf der Überholspur: Den größten Zuwachs hatten die Lieferungen in die Niederlande mit plus 157 %, gefolgt von Belgien.

Das Statistische Bundesamt hierzulande überraschte jüngst mit Exportdaten zu frischen Kartoffeln für Oktober 2021, die erheblich aus dem üblichen Rahmen fallen. Gegenüber Oktober 2020 hat sich das Volumen innerhalb der EU verdoppelt, wobei im Vorjahr schon relativ viel ausgeführt wurde.

Hinzu kamen ein paar Drittlandexporte, mit denen dann insgesamt 312.000 t Speise- und Verarbeitungskartoffeln abflossen. Den größten Zuwachs hatten die Lieferungen in die Niederlande mit +157 % auf 152.000 t, gefolgt von +55 % auf 79.000 t für Belgien. Belgien ist seit 2020 zu einer bedeutenden Destination geworden. Dorthin gingen früher zumeist Mengen von unter 10.000 t. Während bisher vor allem von Verarbeitungsrohstoff die Rede gewesen sein dürfte, flossen auch größere Mengen an Speisekartoffeln ab als 2020, nämlich nach Tschechien, Polen, Rumänien, Bulgarien oder Ungarn. Die Exporte nach Österreich sind leicht überdurchschnittlich, die Ausfuhren nach Italien auf normalem Niveau. Teils dürften die größeren Mengen nicht einem Mangel an Kartoffeln, sondern fehlenden guten Qualitäten geschuldet sein.

Tiefkühl-Kartoffelprodukten fast verdoppelt

Die deutschen Exporte von Tiefkühl-Kartoffelprodukten haben sich im Oktober 2021 ebenfalls fast verdoppelt. Allerdings waren die Lieferungen im Vorjahresmonat sehr gering ausgefallen. Seit Beginn des Wirtschaftsjahres gibt es aber einen Vorsprung von 6 Prozent. Der Handel mit Südamerika boomt und auch nach Italien, Rumänien und Nordeuropa wurde mehr verkauft. Kräftig im Aufwind sind zudem die Ausfuhren von Kartoffelstärke, gefolgt von Trockenprodukten. Erstgenannte erreichten bis Ende Oktober 2021 bereits eine Exportmenge von 105.000 Tonnen, 26 % mehr als im Vorjahr. Rund 21.000 t mehr als zuvor gingen vor allem nach Asien. Den Zuwachs von 7.000 t innerhalb der EU nehmen Schweden, die Niederlande und Südosteuropa ein.

AMI


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