Tönnies

Tönnies startet USA-Projekt

Der Schlachtkonzern Tönnies hat kürzlich in Chicago ein Handelsbüro eröffnet.

Die Tönnies Unternehmensgruppe setzt ihre Internationalisierung fort und hat nun ihr erstes USA-Büro eröffnet. Niels Villesen, CEO der dänischen Tönnies Tochter Tican und neuer Geschäftsführer für die USA, hat gemeinsam mit Thomas Hilligsoe von Tönnies Nordic in dieser Woche die Arbeit des Büros in Chicago offiziell gestartet, meldet das Unternehmen aus Rheda-Wiedenbrück.

„Wir gehen den nächsten Schritt, um unsere internationalen Handelsbeziehungen weiter auszubauen“, sagt Frank Duffe, Vorstand International von Tönnies. „Als anerkannter Qualitätsführer von Schweinefleisch sind unsere Produkte weltweit gefragt. Mit einem eigenen Handelsbüro können wir die Beziehungen in Nordamerika noch besser ausbauen.“

Die Nachfrage in den USA und Kanada nach Schweinefleisch ist groß. Gleichzeitig sind die Erzeugerpreise deutlich unter den deutschen und europäischen Schweinepreisen. Da der weltweite Fleischmarkt in zunehmender Konkurrenz steht, stärkt Tönnies seine Strategie der Internationalisierung und baut seine internationalen Handelsbeziehungen aus.


Diskussionen zum Artikel

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von Heribert Breker

US-Schweinefleisch in der EU?

Kann man sich ernsthaft vorstellen, dass US-Schweinefleisch im Regelfall mit Wachstumshormonen, gentechnisch veränderten Soja und Mais gefüttert, chlordesinfiziert massenhafte Absatzchancen bei deutschen/europäischen Verbrauchern finden wird? Warum sollte sich Tönnies zusätzliche Konkurrenz ins Land holen? Die These vom vernunftbegabten Menschen . . .

von Christoph Blankenburg

Der Beginn einer neuen Luftbrücke...?

Der Schweinepreis in USA dümpelt um 1,-€. In Europa liegen wir bei 2,-€ und in China bei 5,5€. Wie die Handelsströme unter der Prämisse des Handelskrieges zwischen USA und China dann aussehen ist klar. Billiges US Fleisch landet auf europäischen Tellern während europäische Ware nach China abfließt ohne die deutschen Großhandelskunden von Tönnies zu verärgern. Trump wird es uns danken, wenn wir den amerikanischen Markt entlasten und vielleicht auch auf eine weitere Anhebung von Strafzöllen für unsere Industrieprodukte verzichten nach dem Vorbild des Soja Deals. Die Sorgenfalten der Wirtschaft wegen der abflauenden Konjunktur legen sich und die Politiker sonnen sich in den Prognosen zum Wirtschaftswachstum in schwierigem Umfeld. Der Transport ist unbedeutend denn Kerosin ist steuerfrei und das CO2 legen wir auf den Fußabdruck von Schweinefleisch um und dann haben wir die Landwirtschaft gleich als Schuldigen für den Klimawandel ausgemacht. Die These vom Menschen als vernunftbegabtes Wesen gerät immer mehr ins Wanken.

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