Down Under: Trockenheit dezimiert Getreide- und Rapsernten

Australien vertrocknet und rechnet mit der niedrigsten Wintergetreideernte der letzten zehn Jahre.

In weiten Teilen Australiens wird nun mit einer sehr schlechten Ernte gerechnet. Schon im australischen Frühjahr verschlechterten sich die Aussichten aufgrund ungünstiger Witterung. Im September waren die Regenfälle vielerorts weit unter dem Durchschnitt ausgefallen. Darüber hinaus gab es Frost im Süden von New South Wales sowie in Victoria, South und Western Australia. Die Kombination aus geringen Ernteaussichten und hohen Futterpreisen veranlasste zudem die Erzeuger zum Teil Getreidebestände vorzeitig für die Heuproduktion zu ernten. Und in einigen Regionen wurden viele der in schlechtem Zustand befindlichen Kulturen alternativ in Weidefläche umgewandelt.

Nach einer aktuellen Prognose dürfte die sogenannte “Winter Crop“, zu der im Wesentlichen Weizen, Gerste und Raps gehören, im Wirtschaftsjahr 2018/19 insgesamt nur 29,3 Millionen Tonnen erreichen. Das entspräche einem Rückgang von 23 Prozent gegenüber dem vergangenen Wirtschaftsjahr und würde das Mittel der vergangenen 20 Jahre um 20 Prozent verfehlen.

Allerdings hat es in diesem Zeitraum durchaus noch extremere Dürre-Jahre gegeben. Im laufenden Wirtschaftsjahr waren besonders die Anbauregionen im Osten von widrigen Witterungsbedingungen betroffen, hohe Ausfälle werden hier erwartet. Das wiederum dürfte dazu führen, dass die Ernte in Westaustralien im Wirtschaftsjahr 2018/19 voraussichtlich 56 Prozent der nationalen Produktion ausmachen wird, während es im Schnitt der vergangen 20 Jahre nur 36 Prozent waren.

Das Australische Amt für die Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES) erwartet für das Wirtschaftsjahr 2018/19 einen Rückgang der Weizenproduktion um 20 Prozent auf rund 17 Millionen Tonnen. Die Gerstenernte wird mit 7,3 Millionen Tonnen rund 18 Prozent unter dem Vorjahr geschätzt und die Rapserzeugung mit 2,2 Millionen Tonnen sogar 39 Prozent unter Vorjahr prognostiziert. Unter den weiteren zur „Winter Crop“ zählenden Kulturen dürfte die Haferproduktion um 21 Prozent auf 888.000 Tonnen und die Erzeugung von Kichererbsen um 71 Prozent auf 330.000 Tonnen sinken. AMI

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Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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