Interview

Ukraine erntet 2021/22 mehr Getreide und Ölsaaten

top agrar sprach mit Dr. Alex Lissitsa, Präsident des Ukrainischen Agribusiness Clubs und Geschäftsführer der Agrarholding IMC in Kiew über die weitere Entwicklung an den Märkten.

Die bisherigen Ertragsmeldungen aus der Ukraine bestätigen die Prognose, dass für das Vermarktungsjahr 2021/22 eine überdurchschnittliche Getreideernte in der Ukraine eingefahren wurde.

Wie ist die Ernte in der Ukraine in diesem Jahr tatsächlich gelaufen? Man spricht von 20 Prozent Ertragssteigerungen. Ist das realistisch?

Lissitsa: Es wird in der Ukraine tatsächlich eine Rekordernte bei Getreide und Ölsaaten erwartet, vor allem aufgrund der sehr günstigen Wetterbedingungen in den südlichen und zentralen Regionen des Landes. Beim Weizen ernteten die Landwirte ca 32 Mio. Tonnen mit einem durchschnittlichen Ertrag von 4,64 t/ha, das sind 19% mehr als im Vorjahr. Die Ernte von Sojabohnen und Sonnenblumen ist fast abgeschlossen. Am Ende erhalten wir wohl 3,4 Mio. t Sojabohnen (26% mehr als im Vorjahr) und 15,4 Mio. t Sonnenblumen (15% im Vergleich zum Vorjahr).

...und beim Mais?

Die Maisernte dauert noch an. Die aktuellen Maiserträge sind recht hoch und liegen in den wichtigsten Maisanbauregionen über 9 t/ha, landesweit bei 6,5 t/ha. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass bis Ende Oktober noch nicht einmal die Hälfte der Maisanbauflächen gedroschen wurde. Durch den verzögerten Erntebeginn ist die Feuchtigkeit etwas höher als normal. Bei den derzeitigen Erdgaspreisen ist der Mehraufwand für die Getreidetrocknung erheblich.

Wie läuft derzeit die Winteraussaat?

Lissitsa: Regenfälle in der ersten Septemberhälfte haben den Zeitpunkt der Winteraussaat etwas verschoben und die geplante Aussaatfläche reduziert. 90 % der erwarteten Flächen sind jedoch bereits ausgesät. Die Pflanzen hinken in der...

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