US-Weizen auf 4-Monatshoch

Schlechtere Boniturergebnisse in den US-Weizenbeständen und anhaltende Trockenheit in den südlichen Anbauregionen der USA geben Auftrieb. Die Weizenkurse in Chicago haben in der vergangenen Woche nach einer klaren Richtung gesucht.

Schlechtere Boniturergebnisse in den US-Weizenbeständen und anhaltende Trockenheit in den südlichen Anbauregionen der USA geben Auftrieb. Die Weizenkurse in Chicago haben in der vergangenen Woche nach einer klaren Richtung gesucht. Neben der üblichen Börsentechnik mit Kurssteigerungen durch Kontraktglattstellungen und bald darauf einsetzenden Gewinnmitnahmen bewegten sich die Notierungen kaum. Besonders die schwächelnden US-Weizenexporte waren ein Thema und belasteten ebenso wie der aktuelle Exportausblick die US-Weizenkurse.
Mit den einsetzenden Schneefällen zu Beginn der laufenden Woche kam noch einmal zusätzlicher Druck auf, da damit die Gefahr von Frostschäden deutlich kleiner ausfällt. Über die vergangenen zwei Wochen war darüber hinaus immer wieder die anhaltende Trockenheit vor allem in den südlichen US-Weizenanbaugebieten Grund für Sorgen. Diese haben sich zuletzt wieder verstärkt und gestern zu einem kräftigen Kurssprung bei US-Weizen geführt. Der Fronttermin schloss rund 3 % über dem Vortagesniveau auf einem 4-Monatshoch. Die wöchentlichen Bestandsbonituren bewerten immer weniger Weizenbestände mit der besten Kategorie von gut bis sehr gut. Seit Dezember sind die Boniturergebnisse in einigen US-Bundestaaten kräftig gefallen. Viele Marktbeobachter rechnen jetzt mit deutlich geringeren Erträgen als ursprünglich avisiert.
Die wichtigsten Impulse für die US-Maiskurse waren in der zurückliegenden Woche die Trockenheit in Argentinien und die regen US-Maisexporte. Nach der mittlerweile einige Wochen andauernden Trockenheit in wichtigen Anbauregionen Argentiniens haben die jüngsten Wetterprognosen für Entspannung gesorgt. Umfangreichere Niederschläge sind für die kommenden 6-10 Tage angekündigt und dürften die dringend benötigte Bodenfeuchte herbeiführen. Das sollte an sich zu schwächere Kurse führen, allerdings überraschten die wöchentlichen US-Maisexporte mit anhaltend unerwartet großen Mengen. Zusätzlich sorgt die steigende US-Ethanolproduktion für Auftrieb. Das hat die bärischen Impulse am Markt überkompensiert. Der Fronttermin schloss zuletzt rund 1 % über Vorwochenniveau. AMI

Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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