USA: Rindfleisch teuer, Schweinefleisch gibt nach

Die Verbraucher in den USA müssen Rindfleisch tiefer in die Tasche greifen. Nach Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) lag der Durchschnittswert eines aus typischen Teilstücken bestehenden Warenkorbs im Einzelhandel im März 2013 beim bei umgerechnet 8,93 Euro/kg.

Die Verbraucher in den USA müssen für Rindfleisch tiefer in die Tasche greifen. Nach Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) lag der Durchschnittswert eines aus typischen Teilstücken bestehenden Warenkorbs im Einzelhandel im März 2013 beim bei umgerechnet 8,93 Euro/kg. Im Kalenderjahr 2012 waren es mit 8,46 Euro/kg fast 6 % weniger. Ursache des kräftigen Preisanstiegs, der auch in Europa beobachtet werden kann, ist die seit einigen Jahren abnehmende Rindfleischproduktion in den USA.

Jüngsten Schätzungen des Washingtoner Agrarressorts zufolge soll die Erzeugung allein im laufenden Jahr um rund 4 % kleiner als 2012 ausfallen und bei etwas weniger als 11,3 Mio t liegen. Angesichts des knapperen Angebots sind die Erzeugerpreise für Mastrinder ebenfalls spürbar gestiegen. Laut Daten des US-Ministeriums erlösten die Mäster im März 2013 durchschnittlich 1,27 $/lb Lebendgewicht (2,14 Euro/kg), das waren etwa 3 % mehr als im Jahresdurchschnitt 2012. Innerhalb von fünf Jahren ist der Erzeugerpreis für männliche Schlachttiere sogar um 36 % nach oben geklettert und damit noch stärker gestiegen als die Fleischpreise im Laden.

US-Schweinepreise geben nach

Weniger freundlich als bei Rindfleisch ist aus Erzeugersicht die Marktspannenentwicklung in der Schweinebranche. Teilstücke vom Schwein haben sich seit Jahresbeginn 2013 in den Läden der USA tendenziell verteuert; eine typische Auswahl frischer Ware einschließlich Bacon und Schinken kostete den Verbraucher im März umgerechnet 5,84 Euro/kg im Schnitt – ähnlich wie ein Jahr zuvor. Im gleichen Zeitraum haben sich jedoch die Schweinepreise nach ihrem saisonalen Sommerhoch 2012 nach unten bewegt. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums erlösten die Mäster im März 2013 für ihre Tiere im Schnitt nur noch 54,28 $/100 lb Lebendgewicht (0,92 Euro/kg); das waren rund 12 % weniger als zwölf Monate zuvor.

Die gegenläufige Entwicklung der Erzeuger- und Verbraucherpreise hat die Spanne im Vermarktungskanal vergrößert; die Schweinemäster konnten davon allerdings nicht profitieren. Der Verkaufserlös eines Schweins gemessen am Verkaufserlös der Teilstücke im Einzelhandel lag im März laut USDA bei 27 %; ein Jahr zuvor waren es noch gut 30 % gewesen. Der höchste Wert in den vergangenen Jahren wurde in der Schweinehochpreisphase im Sommer 2011 erzielt, als die Erzeuger im August mehr als 37 % des durchschnittlichen Einzelhandelswertes als Bezahlung für ihre Schlachtschweine erhielten. (AgE/ab)