Volatilere Agrarpreise in der EU

Seit dem Abbau der EU-Agrarpreisstützung werden die heimischen Erzeugerpreise immer mehr von der Situation auf den internationalen Agrarmärkten geprägt. Infolgedessen haben sich die Preisschwankungen (Volatilitäten) an den europäischen Agrarmärkten in den letzten Jahren deutlich erhöht.

Seit dem Abbau der EU-Agrarpreisstützung werden die heimischen Erzeugerpreise immer mehr von der Situation auf den internationalen Agrarmärkten geprägt. Infolgedessen haben sich die Preisschwankungen (Volatilitäten) an den europäischen Agrarmärkten in den letzten Jahren deutlich erhöht, heißt es im aktuellen Situationsbericht des DBV.

Angesichts dieser zunehmenden Volatilitäten auf den Agrarrohstoffmärkten gewinnen Preisabsicherungsinstrumente wie Warenterminmärkte für Anbieter und Nachfrager dieser Rohstoffe an Bedeutung. Landwirte sichern sich dabei vor allem über Warenterminprodukte wie zum Beispiel Vorkontrakte ab.

Einfluss der Finanzmärkte auf die Agrarmärkte

Kapitalanleger suchen auch auf den Rohstoffmärkten nach rentierlichen Anlagemöglichkeiten. Begünstigt wird diese Entwicklung durch ein niedriges Zinsniveau bzw. eine lockere Geldpolitik der Notenbanken in vielen Industrieländern, die die Konjunktur ankurbeln soll. Wie zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, können spekulative „Blasen“ an den Terminmärkten („Preisübertreibungen“) in der Regel nur dann entstehen, wenn in den von Angebot und Nachfrage bestimmten Börsenplätzen Markttransparenz nicht oder nur teilweise gegeben ist. Bislang konnten derartige Marktverzerrungen an den Agrarterminmärkten aber nicht nachgewiesen werden.

Dollarkurs spielt für den internationalen Handel eine wichtige Rolle

Angebot und Nachfrage beeinflusst. Erhebliche Bedeutung haben auch die Wechselkurse. Der internationale Rohstoffhandel wird überwiegend auf US-Dollar-Basis abgewickelt. Der seit Anfang 2014 schwächer gewordene Euro wirkt sich positiv auf die deutschen Exportgeschäfte aus, da die Unternehmen günstiger auf dem Weltmarkt anbieten können. Andererseits verteuern sich Importe von Rohstoffen und Gütern, was sich belastend auf die Produktionskosten auswirkt. Ende Oktober 2014 gab es für einen Euro 1,26 US-Dollar. Gegenüber Ende Oktober 2013 sind das rund 12 US-Cent weniger.

Mehr:
Situationsbericht 2014/15 meldet starke Preisrückgänge (5.12.2014)

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