Weltweiter Rindfleischhandel wächst stärker als Produktion

Die weltweite Rindfleischerzeugung stößt 2013 offenbar an ihre Grenzen, so die Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) vom Oktober 2012. Im Jahr 2013 werden ein weltweit schrumpfender Rinderbestand, eine stagnierende Rindfleischerzeugung (+0,3 Prozent) sowie moderat wachsende Importe (+2,5 Prozent) und kräftig steigende Exporte (+7,6 Prozent) erwartet.

Die weltweite Rindfleischerzeugung stößt 2013 offenbar an ihre Grenzen, so die Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) vom Oktober 2012. Im Jahr 2013 werden ein weltweit schrumpfender Rinderbestand, eine stagnierende Rindfleischerzeugung (+0,3 Prozent) sowie moderat wachsende Importe (+2,5 Prozent) und kräftig steigende Exporte (+7,6 Prozent) erwartet. Wichtigster Produzent bleibt dabei auch im Jahr 2013 die USA. Trotz eines prognostizierten Produktionsrückganges um knapp vier Prozent werden voraussichtlich 11,3 Millionen Tonnen Rindfleisch in den USA produziert. Europa steht mit einer Produktion von rund 7,7 Millionen Tonnen hinter Brasilien auf Platz Drei. Die deutlichsten Zuwächse können voraussichtlich Indien und Argentinien erwirtschaften.

Der globale Rindfleischhandel steuert im kommenden Jahr dagegen mit einem geschätzten Exportvolumen von knapp neun Millionen Tonnen auf einen neuen Rekordwert zu. Antriebsfeder dieser Entwicklung ist, mit einem Zuwachs von fast 30 Prozent, Indien. Hier hat der stark wachsende Bedarf an Milchprodukten ein expansives Wachstum der Milchkuhbestände, zum Großteil Wasserbüffel, ausgelöst. Auch die Produktion konnte in Indien zuletzt deutlich zulegen. Das Plus fällt dabei mit über 14 Prozent wesentlich deutlicher aus als bei jeder anderen Nation. Die Nachfrage nach preisgünstigem Büffelfleisch ist im südostasiatischen Markt, im arabischen Raum und in Nordafrika stark wachsend und liefert die dafür nötigen Impulse. Entsprechend werden auch 2013 umfangreiche Exporte ihr Ziel im asiatischen Raum finden. Südamerikas Exporteure verbuchen dagegen voraussichtlich nur moderate Steigerungen, da der boomende Inlandsabsatz und der steigende Verbrauch, etwa in Argentinien, die Exporte begrenzt.

Innerhalb der Europäischen Union führen dagegen das knappe Angebot an Rindfleisch und der weitere Produktionsrückgang zu einer deutlichen Reduktion der Ausfuhren. Gegenüber 2012 werden im nächsten Jahr voraussichtlich rund 15 Prozent weniger Rindfleisch in Drittländer exportiert. Gleichzeitig sollen die Importe, nach einem Rückgang im Jahr 2012, wieder merklich zunehmen. AMI


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