Coronakrise

Wissenschaft: „Regional ist nicht krisenfester!“

Deutsche Wissenschaftler halten wenig von mehr Regionalität zum Schutz vor Ernährungskrisen. Corona zeige, dass globale Systeme mindestens genauso krisenfest seien.

In der Corona-Pandemie fordern viele Bundesbürger eine Stärkung der heimischen landwirtschaftlichen Produktion, um besser für mögliche Lebensmittelknappheiten gewappnet zu sein. Doch die Wissenschaft sieht das offenbar anders. In einer Agrardebatte der Uni Göttingen diskutierten drei Professoren der Fakultät für Agrarwissenschaften über die bisherigen Lehren aus der Krise.

Prof. Dr. Achim Spiller stellt zunächst fest, dass Deutschland den Stresstest bestanden habe und bisher gut durch die Krise gekommen sei. Er sieht Vor- und Nachteile in einer nationalen Versorgung. So könne bei Grenzschließungen die regionale Versorgung besser aufrechtgehalten werden. Gleichzeitig seien regionale Systeme oft kleinteiliger und vielfältiger. Er sieht aber auch Vorteile in globalen Systemen, weil sie bei lokalen Infektions-Hotspots Ausweichmöglichkeiten böten.

Der Professor für Marketing bei Lebensmitteln & Agrarprodukten plädiert deshalb dafür, auf...