Coronakrise

Wissenschaft: „Regional ist nicht krisenfester!“ Plus

Deutsche Wissenschaftler halten wenig von mehr Regionalität zum Schutz vor Ernährungskrisen. Corona zeige, dass globale Systeme mindestens genauso krisenfest seien.

In der Corona-Pandemie fordern viele Bundesbürger eine Stärkung der heimischen landwirtschaftlichen Produktion, um besser für mögliche Lebensmittelknappheiten gewappnet zu sein. Doch die Wissenschaft sieht das offenbar anders. In einer Agrardebatte der Uni Göttingen diskutierten drei Professoren der Fakultät für Agrarwissenschaften über die bisherigen Lehren aus der Krise.

Prof. Dr. Achim Spiller stellt zunächst fest, dass Deutschland den Stresstest bestanden habe und bisher gut durch die Krise gekommen sei. Er sieht Vor- und Nachteile in einer nationalen Versorgung. So könne bei Grenzschließungen die regionale Versorgung besser aufrechtgehalten werden. Gleichzeitig seien regionale Systeme oft kleinteiliger und vielfältiger. Er sieht aber auch Vorteile in globalen Systemen, weil sie bei lokalen Infektions-Hotspots Ausweichmöglichkeiten böten.

Der Professor für Marketing bei Lebensmitteln & Agrarprodukten plädiert deshalb dafür, auf...


Diskussionen zum Artikel

von Wolfgang Groth

Ach die Professoren

Ein Trauerspiel! Warum nicht über den Tellerrand schauen und die Versorgung der Bevölkerung ganzheitlich sehen. Dieses weltweite Einkaufen "funktioniert" doch nur, wenn man die ökologischen Kosten für Transporte etc. ausblendet. So "blind" kann doch im Jahr 2020 keiner der Professoren ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Die Frage

in Deutschland ist doch nicht: Wann werden wir für die neuen Labels Nahrungsmittel liefern können , sondern wann müssen wir es. Folge: 70 % der Bauern sind raus aus dem deutschen LEH Geschäft.

von Markus Grehl

Nudeln

Wie groß war die Freude als Aldi einen Sonderzug mit Nudeln aus Italien erhalten hat. Darüber haben alle Medien freudestrahlend berichtet. Mehr gibt es meiner Meinung nach nicht zu sagen.

von Wilhelm Grimm

Entweder/ Oder? Diese Fragestellung ist nonsens !

Unser Problem liegt in der durch die Grünen und das BMU angestrebte Ziel des Niedergangs unserer eigenen Landwirtschaft und die Produktion von Nahrungsmitteln im eigenen Land auf Öko aus zu richten. Die anderen Nahrungsmittel könne man importieren und hätte viel Raum für Zwecke des ... mehr anzeigen

von Hartmut Kümmerle

Na ja´ nachdem die letzten Schlachthöfe geschlossen wurden...

und die letzte Mühle/Molkerei abgebrochen ist kann man so wie die Wissenschaftler argumentieren. In der Schweiz gibt es so wie bei uns vor 50 Jahren noch in jedem Dorf eine Metzgerei/Bäckerei/ Laden und auch noch eine kleine Molkerei. Das wurde über Auflagen für die kleinen und ... mehr anzeigen

von Bernhard ter Veen

wie immer

Die WISSENSCHAFT … Bezahlter Lobbyismus . Aber die Studien welche die Gegenseiten offenbaren werden schön unter VERSCHLUSS gehalten. ...Wess Brot ich ess - Dess Lied ich sing. !!! War so - ist so - bleibt so !!! Digitales Akademiker Deutschland... woanders nennt man das Mafia !

von Andreas Gerner

„Ein Schiff aus der Golfregion muss nicht viele Grenzen überqueren, um in die EU zu gelangen“

Schon mal was von der Piraterie und entführten Schiffen in der Golfregion gehört? Oder von Angriffen auf Schiffe bei Konflikten? Oder von Streik am Suez Kanal (oder gar potentiellen Angriffen)? Nicht allein die Anzahl der Grenzen entscheidet über die Verlässlichkeit von Lieferungen.

von Wilhelm Grimm

....oder von Kontinentalsperre ?

von Andreas Gerner

Oh schön,....

Weil es in der Corona Krise (bislang) kaum Einfluss auf die Warenströme hatte, sind globale Lieferketten also nun wissenschaftlich belegt für alle Zeiten krisensicher? BULLSHIT. Wie blind und Phantasielos kann man denn sein? Tausende Beispiele zeigen, dass die Lieferketten sehr wohl ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Die tun ja so, als würden wir bei Fokussierung auf Regionalität die Grenzen schließen.

Das ist ja Quatsch. Wir sollten (wieder) so viel wie möglich für unseren Bedarf selbst erzeugen, Aber im Notfall (ASP Ausbruch, keine Erntehelfer...) bleibt doch der internationale Warenverkehr TROTZDEM als Ersatzmöglichkeit. Die angeblichen "Nachteile" der regionalen Versorgung ... mehr anzeigen

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