Rübenkampagne: Bauern informieren über Klimaschutz

Das 1 ha Zuckerrüben etwa 26 t Sauerstoff herstellt und rund 35 t Kohlendioxid bindet können Bürger im Raum Lippe jetzt auf den Rübenfahrzeugen lesen.

Ein Hektar Zuckerrüben erzeugen etwa 26 t Sauerstoff und binden rund 35 t Kohlendioxid. Damit ist es rund 2,5 mal so viel wie ein Hektar Wald, erklärt Dieter Hagedorn, der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Lippe (NRW).

„Mit Beginn der Rübenkampagne sind diese Informationen auf Schildern an den Rübenfahrzeugen und ab Oktober auf Bussen im Kreis Lippe zu sehen“, sagt er. Auf den Rübenfahrzeugen sei das Zuckerrüben-Motiv mit dem Titel „Wir machen Klimaschutz“ sichtbar. „Die Rübenfahrzeuge sind in der gesamten Region in der laufenden Kampagne im Einsatz“, bestätigt Peter-Eric Froböse, Vorsitzender des Verbandes der Rübenanbauer im Lippe-Weser Raum und stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender Lippe.

Unterstützt wird diese Aktion neben dem Verband der Rübenanbauer von der Zuckerfabrik Pfeifer & Langen in Lage.

QR-Code mit Wissenswertem: Ein Hektar Zuckerrüben versorgt 120 Menschen mit Sauerstoff. Dieses und vieles mehr an Informationen rund um Zuckerrübe und Klimaschutz liefert ein QR-Code und der Link https://www.wlv.de/kreisverbaende/Lippe/wir-machen-klimaschutz/index.php.

Bauern nehmen Klimaschutz sehr ernst

„Wir Landwirte sind beim Klimaschutz selbst mehr gefordert“, untermauert Hagedorn. Der Sonderbericht des Weltklimarats zur Landnutzung im August 2019 habe die große Bedeutung der Landwirtschaft beim Klimaschutz betont. Der Bericht verdeutlicht, vor welchen globalen Herausforderungen die Bauern stehen: die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung, die Anpassung an den Klimawandel und eine Steigerung des Klimaschutzbeitrages. Weltweit stammen nach dem Bericht des Weltklimarates rund 23 % der gesamten Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft, Landnutzung und Abholzung. In Deutschland liegt der Anteil der Landwirtschaft bei 7 % und die Bereiche Landnutzung und Forst binden jährlich rund 15 Mio. t CO2.

Hagedorn verdeutlicht, dass der Bauernverband schon 2010 seine erste Klimastrategie vorgelegt habe. „In einer neueren Klimastrategie 2.0 haben wir uns im vergangenen Jahr selbst Emissions-Reduktionsziele gesetzt, an denen wir intensiv arbeiten“, so der Landwirt. „Wir wollen die CO2-Emmissionen bis 2025 um weitere 25 % reduzieren und um 30 % bis 2030.“

Die Interessen von Tierschutz und Umweltschutz stehen sich hier allerdings manchmal "diametral" entgegen. „So ist es beispielsweise zur Luftreinhaltung und für das Klima das Beste, wir würden die Ställe komplett geschlossen halten“, schildert Hagedorn. „Aus Tierschutzgründen ist es aber sinnvoll, gerade bei Kühen, offene Ställe zu haben.“ Bei diesen Zielkonflikten müssten Kompromisse gefunden werden.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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