Kassel

Polizei stoppt Kleintransporter mit Rind

Den außergewöhnlichen Fall eines Tiertransportes beschäftigt zurzeit die Autobahnpolizei Baunatal. Dabei hatte am Dienstagmittag der Besitzer ein Rind in seinen Seat Inca gepackt und wollte dieses zu einem Betrieb im Bereich der Gemeinde Malsfeld fahren.

Was die hinter dem Fahrzeug fahrenden Beamten zunächst für ein Karnevalsrequisit hielten, entpuppte sich bei der sofort durchgeführten Kontrolle als echtes, lebendiges Tier. Nach Angaben des 47-jährigen Fahrers wollte er das Rind von Waldkappel bis in die Gemeinde Malsfeld zu einem Bauernhof transportieren. Unabhängig davon, dass ein solcher Transport für ein Rind völlig ungeeignet ist, hatte der Fahrer das Tier nur mittels eines Seiles an seiner Anhängekupplung festgemacht. Somit stand das Rind mehr oder weniger frei im Fahrzeuginneren, während der Fahrer das Hinterteil des Rindes stets neben sich im Blick haben konnte.

Um das Tier nicht unnötig mit einer zeitlich langen Umladung in ein geeignetes Fahrzeug zu belasten, das im Übrigen auch erst hätte angefordert werden müssen, wurde der Transport im Sinne der Tiergesundheit mit reduzierter Geschwindigkeit unter besonderer Absicherung durch die Polizeistreife zum nur noch wenige Kilometer entfernten Zielort durchgeführt. Nichtsdestotrotz erwartet den Fahrer seitens der Polizei jetzt eine Anzeige wegen der sehr mangelhaften Ladungssicherung. Wegen den tierschutzrechtlichen Verstößen dieses Transportes fertigten die Polizisten eine Mitteilung an das zuständige Veterinäramt. Das Verwarngeld für den seit Dezember abgelaufenen TÜV des Fahrzeugs spielte bei dieser "Tiertransportkontrolle der besonderen Art" nur noch eine Nebenrolle.

So sah es im Auto aus (Bildquelle: Polizei)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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vor von Alfons Deter

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Kraus

Transport

Es fehlte noch das Schild am Transporter "Wir reisen bequem"

von Christian Bothe

Transport

Eine sehr lustige Geschichte finde ich.Hoffentlich hat die Kuh nicht noch Abgase produziert und dann noch NGOs auf den Plan gerufen...

von Martin Schmidt

Verstehe die Aufregung nicht

Sicher war der TÜV abgelaufen, aber solange doch auch nicht. Tier und Fahrer waren doch glücklich und relaxt. Wer Tiere so transportieren kann, der kann mit Tieren umgehen.

von Kurt Brauchle

Ein Hund

in der größe wäre wohl kein Problem.

von Paul Siewecke

wäre er geblitzt worden....

hätte die Kuh nur mal schnell husten müssen, mit Schwanz hoch versteht sich...

von Gerd Schuette

@gerd

das Einzige was aus der Zeit geblieben ist, ist das Wort "Kotflügel"

von Gerhard Steffek

Stell dir vor -

jeder sagt, das geht nicht und dann kommt jemand daher, weiß das nicht und macht es einfach. Was dann? Nach dem Motto verfahre ich mittlerweile auch des öfteren. Wenn ich dann vom Nächsten den Vorwurf bekomme: "Das kannst du doch nicht machen", bekommt er seitdem aber immer nur die Antwort: "Siehst doch das es geht." Nach dieser Maxime handelnd frage ich mich schon, wieso dieser Transport für ein Tier völlig ungeeignet erscheint. Das Tier hat doch eine exquisite Transportmöglichkeit gehabt. Das größte Problem hätte ich darin gesehen, hätte es den Schwanz gehoben.... Wenn ich so manche Berichte aus anderen Ländern im Fernsehen sehe und dabei wahrnehme wie dort teilweise die Tiertransporte ablaufen, dann ist diese Diskussion über diesen Transport wieder mal nur eines in unserem Land: ein absolutes Luxusproblem.

von Andreas Thiel

Nicht's ist unmöglich...

Nicht nur bei Toyota, gilt also auch für Seat

von Gerd Uken

Früher war alles anders

Ferkel wurden mit Fahrrad transportiert........ Kühe durfte man noch auf d. Straße treiben.......... Wie hat der das Rind da bloß rückwärts hineinbekommen???

von Ludwig Rasche

Tiertransport

Eben ein Spezialist.

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