Kurz notiert

Iglo warnt Fleischindustrie vorm Niedergang

Interessantes Plakat von Iglo: "Liebe Fleischindustrie, nur, dass ihr nicht sagt, wir hätten Euch nicht gewarnt: Fleischersatzprodukte wachsen jährlich um 31,6 %."

Der Tiefkühlkostanbieter Iglo wirbt für seine Fleischersatzprodukte und warnt die Fleischindustrie indirekt, dass ihre Zeit abläuft.

IGLO Plakat

IGLO Plakat (Bildquelle: Netzfund)


Diskussionen zum Artikel

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von Josef Baumert

Der Werbeslogan ist natürlich eine Provokation womit man vielleicht die Klientel von WHES und dergleichen anlocken will, Iglo wird sich wohl irgendwas dabei gedacht haben, besonders kreativ finde ich das aber nicht. Allerdings bin der Ansicht, dass wir es uns auf lange Sicht nicht leisten können, in jedem Produkt das als Fleischalternative daherkommen will einen persönlichen Angriff auf die Landwirtschaft zu sehen. So wie die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sich schon seit Jahren entwickeln, werden wir in Zukunft in Deutschland weniger Tiere halten (müssen), sei es wegen Tierwohl oder Nitrat. Ob wir wollen oder nicht, das wird sich trotz aller Proteste nicht vermeiden lassen. Das heißt wir müssen bei steigenden Kosten und weniger Menge also pro kg wesentlich höhere Erlöse erzielen um von der Fleischerzeugung leben zu können. Dieses teurere Fleisch wird der (tendenziell knauserige) Verbraucher aber nicht jeden Tag essen wollen, von daher müssen wir unser marketing vielleicht mehr auf die höherpreisigen, lokal erzeugten Spezialitäten fokussieren (wie es beispielsweise die Italiener erfolgreich machen). Wenn die Kosten so stark ansteigen, dass wir sowieso nicht mehr wettbewerbsfähig das günstige Fleisch für den Alltag der Massen herstellen können, müssen wir uns ohnehin eine Nische suchen. Wenn der Verbraucher dann im Alltag vegetarische Iglobällchen essen möchte – bitte schön. Diese Produkte sind vielleicht eine Konkurrenz zu den JA! Fleischprodukten an der Selbstbedienungstheke. Dass es geschmacklich nicht mit den hochwertigen, regional erzeugten Fleischprodukten vom Metzger mithalten kann, wird der Verbraucher merken.

von Karlheinz Gruber

Man muß mal mit dem Verbraucher klartext reden

1: Auf der einen Seite Bio schreien, natürliche Erzeugung usw. und dann auf der anderen Seite Kunstprodukte kaufen geht gar nicht. Wobei, vom Verbraucher sind wir ja das schon gewohnt. Anders zu handeln als gesagt wird...…// 2: Muß der Verbraucher auch mal aufgeklärt werden, daß Fleisch eine der natürlichsten Nahrungsquellen ist. Solange es ordentlich zubereitet wird. Wie jedenfalls die gesamte Nahrung die wir Landwirte produzieren. Zum Scheiß machen es ja nur die Konzerne und die Verarbeitung mit Zusatzstoffen..., dafür können wir aber nichts// 3: Das fast wichtigste Argument auf das noch keiner geschaut hat!! Wer Wasser, Energie und Nahrung kontrolliert, regiert die Welt. Wasser haben wir die Wasserversorger und der Staat, Engerie 4 Hauptkonzerne und ein paar für die Leitungen. Und mit dem künstlichen Essen wird die Landwirtschaft vernichtet. Somit ist die Nahrung auch in Konzernhand. Ende Gelände. Das glaubt mir keiner? Warten wir mal 40 Jahre. Dann werden wir sehen wer Recht hat.....

von Heinrich Wilmsmeier

Verdummung der Verbraucher

Ich kaufe von Iglo schon lange nichts mehr, die Verpackung wird immer größer und der Inhalt immer weniger. Beim Fisch ist z.B. die Panade mehr als der Fisch geworden. Davon profitiert ausschließlich das Unternehmen und pfuscht den Leuten Chemie unter anstatt hochwertige Lebensmittel. Da kommt so eine Fleischverzichtkampagne grade recht. Auf den Zug kann man wunderbar aufspringen und den Profit sogar noch vermehren und sich sonnen im allgemeinen Trend der Bauernverunglimpfung. Leute kocht doch endlich wieder selbst und lasst euch nicht mit Chemie von der Industrie vollpumpen. Das ist nachhaltig und schmeckt besser und ist sogar noch billiger und man weiß, was drin ist. Und dann darf es auch mal ein schönes Stück Fleisch sein.

von Heinrich Wilmsmeier

Verdummung der Verbraucher

Ich kaufe von Iglo schon lange nichts mehr, die Verpackung wird immer größer und der Inhalt immer weniger. Beim Fisch ist z.B. die Panade mehr als der Fisch geworden. Davon profitiert ausschließlich das Unternehmen und pfuscht den Leuten Chemie unter anstatt hochwertige Lebensmittel. Da kommt so eine Fleischverzichtkampagne grade recht. Auf den Zug kann man wunderbar aufspringen und den Profit sogar noch vermehren und sich sonnen im allgemeinen Trend der Bauernverunglimpfung. Leute kocht doch endlich wieder selbst und lasst euch nicht mit Chemie von der Industrie vollpumpen. Das ist nachhaltig und schmeckt besser und ist sogar noch billiger und man weiß, was drin ist. Und dann darf es auch mal ein schönes Stück Fleisch sein.

von Heinrich Esser

@Bothe

Wieso sollten sie damit etwas falsch gemacht haben?

von Christian Bothe

@Esser

Was haben da unsere Vorfahren falsch gemacht ,als sie begannen Tiere zu domestizieren?????

von Heinrich Esser

@Bothe

Natürlich glaube ich das. Dass eine vegane Ernährung nicht ausgewogen ist, ist mir auch klar. Aber mittlerweile gibt es Alternativen, um die Mängel, die diese Ernährungsform mit sich bringt, abzudecken. Beispielsweise Vitamin B12 aus Algen. Fleischersatzprodukte sind aber nicht nur zwingend etwas für Vegetarier/Veganer, sondern auch für Menschen, die nicht zu jeder Mahlzeit Fleisch essen wollen. Wie Herr Geveke bereits richtig erkannt hat, ist der Konsum einiger Menschen zu hoch. So bietet sich hier eine Alternative. „Ein wirklicher Bauer wird sich niemals mit so etwas beschäftigen“: damit haben Sie recht, wenn „Bauer“ für den dümmlichen Menschen vom Land steht, der immer das macht, was „schon immer so gemacht wurde“. Ein innovativer Landwirt hingegen wird seinen Betrieb ständig weiterentwickeln und nach Lösungen und neuen Methoden suchen. Nur so wird man in Zukunft bestehen können. Die Frage ist, wozu man gehören will.

von Werner Kriegl

Verlagerung

Dieser "Lebensmitteltrend" ist einzig einer Verlagerung der Produktion von Nahrungsmitteln weg vom Bauern hin zum Kapital (Konzerne=Monopol). Wer vegetarisch essen will, soll auch Nahrung essen die ausschaut und schmeckt wie eine Pflanze. Den Sinn, warum das Ersatzprodukt wie Fleisch ausschauen und schmecken soll ist mir nicht nahe zu bringen! Dies wird nur durch den Chemiebaukasten in der Fabrik ermöglicht und das soll gesund und nachhaltig sein????

von Gerhard Steffek

Fleisch ist ein Stück Lebenskraft!

Hies doch annodazumal ein Slogan der CMA. Und das vollkommen zurecht! Denn der Mensch wäre nicht das, was er heute ist. Denn als Vegetarier, bzw. gar als Veganer wäre er wahrscheinlich gar nicht aus Afrika rausgekommen. Da wäre er, möchte ich meinen, immer noch nur Opfer der dortigen Raubtiere. Ich drücke es immer so aus, da wäre er nichts anderes wie die Dscheladas (Blutbrustpavian) im Hochland Äthiopiens: nämlich nur auf dem nackten Arsch dahinrutschende, grasrupfende Affen. Denn erst durch die Nutzung von Fleisch konnte sich der Mensch weiterentwickeln, daß werden was wir heute sind. Noch bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts waren doch Tiere noch überall gang und gäbe. Da wurde doch gar nicht danach gefragt. Wurden sie doch auch noch als Zugtiere gebraucht und viele Artikel die heute ganz selbstverständlich aus Kunststoff sind, waren aus Leder. Wie hätte der Mensch, besonders in den nördlichen Breiten, die Winter überleben sollen, gar die Eiszeit? War doch hier Fleisch oftmals das Einzige was noch zur Verfügung stand. Wenn man bedenkt, daß selbst Schimpansen oder Paviane auf die Jagd gehen, dann sieht man die Prägung des Homo Sapiens und seiner Verwandschaft auf Fleisch. Denn was soll es auch? Was will man mit all den "leeren Kohlehydraten" aus Getreide und Kartoffeln? Bohnen und Erbsen können auch nicht all das Eiweiß ersetzen das gebraucht wird. Nur weil der heutige Mensch sich mittlerweile von der Natur von Jahr zu Jahr immer weiter entfremdet, haben doch heute solche unsinnigen Weltverbesserer die Möglichkeit das Volk im Grunde genommen nur nach Strich und Faden zu "verarschen" und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen oder ihnen ihre Ideologie aufzuoktroieren. Letztendlich wird dies alles aber doch nur ein zeitlicher Irrsinn bleiben. Denn letzten Endes ist der Mensch doch noch immer nicht aus den "Höhlen der Urzeit" entkommen. Dort war aber Fleisch nunmal das Stück Lebenskraft.

von Willy Toft

Na dann, das spart vielleicht sogar viele Arbeitsplätze, ob das Gesund ist?

Wenn der Verbraucher bald nichts anderes bekommt, bauen wir eben Erbsen an, damit wir Proteine weiterhin für unsere schmachtende Bevölkerung erzeugen können! Nach dem Motto; "Geh doch zu Netto," da bekommst Du alles!

von Rudolf Rößle

Grünland

viele Wiederkäuer, da es nicht anders verwertbar ist. Biogas na ja, macht es dort wirklich Sinn?

von Andreas Thiel

Käpt'n Iglo...

...ist also ein Pirat!

von Christian Bothe

Fleischersatzprodukte?

@Geveke,Esser,glauben Sie wirklich, was Sie da kommentieren? Fleischersatz als Chance für unsere LW?Als nächstes gehen wir auf die Weide und fressen Gras.Reden Sie mal mit Ernährungsphysiologen und was die beispielsweise zur Bedarfsdeckung von B12 bei veganer Ernährung sagen .Desweiteren sollten Sie mal bedenken mit welchen Substanzen man den Geschmack produziert.Ist doch nur eine „Modeerscheinung“und viele springen auf den Zug nach nirgendwo...Ein wirklicher Bauer wird sich niemals mit so etwas beschäftigen, denke ich.

von Klaus Jensen

Wieso wird uns in letzter Zeit sooft gedroht....?

Bzw. etwas netter ausgedrückt: Wieso werden wir "gewarnt"?

von Klaus Schonlau

Entfremdung von natürlichen Lebensmittel oder wie vergrößere ich die Abhängigkeit von der Lebensmittelindustrie

Den Kommentar habe ich vor einigen Monaten zu Milchersatz geschrieben. Der passt aber auch zu Fleischersatz. Bei Fleisch kommt aber noch das Problem hinzu, dass man das Steak noch nicht wirklich ersetzen kann. Sondern nur die Kutterware. Das heißt die Spanne zwischen Edelteilstücken, die weiter gebraucht werden, und der Verarbeitungsware wird noch größer. "Der Trend zur Entfremdung der Verbraucher von natürlichen Lebensmittel ist nicht neu. Aber durch Industrie 4.0 werden die Betriebskosten von Milchautomaten und Mikromolkereien immer günstiger. Das gefährdet das Geschäftsmodell von Ernährungsindustrie und Lebensmitteleinzelhandel, weil dieser Flaschenhals dann umgangen werden kann. Aber Wasser mit etwas Pflanzenbestandteil plus Geschmack aus der Tüte wird im Hofladen keiner kaufen wollen. So ist mit Pflanzenmilch das Geschäftsmodell von Ernährungsindustrie und LEH weiter gesichert. Und gegen Produkte aus günstigen Rohstoffen, die man für mindestens den doppelten Preis verkaufen kann hat von den beiden genannten sicher keiner was. Für uns Landwirte ist diese Entwicklung gefährlich, denn unser Anteil an den Verbraucherausgaben für Lebensmittel wird dadurch weiter sinken. Unsere guten natürlichen Produkte müssen erst durch die Ernährungsindustrie bis zur unkenntlichkeit verarbeitet werden, damit sie der Verbraucher noch guten Gewissens (genießen) zu sich nehmen kann."

von Wilhelm Grimm

@ Jens Geveke

So einfach ist das nicht ! Im Fleisch sind alle lebensnotwendigen Aminosäuren in leicht verdaulicher Form vorhanden,auch Eisen, in Leguminosen nicht. Jungen Mädchen zu einer derart radikalen Ernährungsumstellung zu raten, ist extrem unverantwortlich. Ein erhöhtes Brustkrebsrisiko gilt auch als gesichert. Und was machen wir dann mit dem Grünland ? Eine Erhöhung von CO2 und CH4 ist klar, auch ohne Pansen der Tiere. Übrigens: kleinere Betriebe ohne Vieh können sie ohne Einnahmen aus Spezialkulturen gleich vergessen. Es gibt auch noch mehr Argumente pro Fleisch. Mir z.B. schmeckt Fleisch. Und wegen ethischer Gründe könnten sie auch mal bei I. Kant nachlesen über den Unterschied vom Tier zum Menschen, so meine Erinnerung an die Schulzeit, ist aber schon lange her.

von Heinrich Roettger

Motto: Mehr Profit für IGLO , NESTLE und Co

Die Fleischersatzprodukte machen die Lebensmittelindustrie reich. So können Sie riesige Werbeetats und NGO Sponsoring locker stemmen. Je höher der Verarbeitungsgrad unserer pflanzlichen Erzeugnisse durch IGLO und Co, umso schlechter für die Gesundheit der Verbraucher und die Überlebenschance von uns Bauern.

von Jens Geveke

Fleisch ist ein gesundes Lebensmittel. Unbestritten ist aber auch, dass viele Menschen "nicht zu wenig Fleisch" konsumieren. Und die Ersatzprodukte aus pflanzlichen Rohstoffen sind da eine Alternative, die wir als Landwirtschaft nicht wegdiskutieren können, denn die großen Lebensmittelhersteller haben in der Tat imense Wachstumsraten auf dem Gebiet. Sicherlich gibt es da auch Dinge, die man falsch machen kann (Soja von Urwaldflächen, Chemische Zusätze usw.), aber das wird den Trend nicht stoppen. Und ich weiss auch nicht, wo letztendlich das Problem aus Sicht der Landwirtschaft sein soll, wenn die vorhandenen Fleischmengen auf mehr Leute weltweit verteilt wird und der Mehrbedarf an Nahrungsmittel dann direkt vom Acker kommt. Daher sollte die Landwirtschaft diesen Trend nicht lächerlich machen, denn damit können wir uns auch lächerlich machen.

von Heinrich Esser

Fleischersatz

Ich verstehe die Ablehnung gegenüber den Fleischersatzprodukten nicht. Die Rohstoffe müssen auch irgendwo herkommen, meist aus Leguminosen. Somit ersteht für die Landwirte ebenfalls ein neuer Markt. Man kann entweder mit ansehen, wie sich die Ernährungsgewohnheiten ändern und nur darüber jammern oder man passt auch die eigene Produktion an.

von Christian Bothe

Fleischersatz?

Das ist doch Wunschdenken, momentan „in“ und nichts weiter!Auch das geht vorüber...Also keine Panik liebe Landwirte.

von Rudolf Rößle

Diskriminierung

habe ich gedacht sei verboten. Antiwerbung wie bei Zigaretten.

von Wilhelm Grimm

IGLO macht billige Werbung und

sollte sich gleichzeitig in die Firmen der Nahrungsergänzungsmittel einkaufen. Für die Chemiefirmen eröffnet sich ein lukratives Betätigungsfeld. Ein zusätzlicher Warnhinweis ist erforderlich, besonders für junge Mädchen und schwangere Frauen.

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