Beschäftigungsmaterial

Immer was zum Knabbern für die Schweine

Mit der Diskussion ums Schwanzkupieren rückt die Beschäftigung von Schweinen vermehrt in den Fokus. Hier ein paar Tipps, wie Sie mit Holz, Stroh und Seilen die Tiere im Stall auf Trab halten.

Unsere Autorin: Gerburgis Brosthaus, Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben

Schweine müssen ständigen Zugang zu ausreichenden Mengen an Materialien haben, die sie bekauen, untersuchen und bewegen können. Dadurch sollen sie einerseits die Möglichkeit haben, ihren Wühltrieb auszuleben. Auf der anderen Seite kommt durch die Beschäftigung weniger Langeweile auf. Dies ist ein wichtiger Punkt, wenn es darum geht, Schwanzbeißen zu verhindern.

Zu den organischen Beschäftigungsmaterialien gehören Raufutter (Stroh, Heu, Maissilage etc.), Holz, Sägemehl, Pilzkompost, Torf oder eine Mischung dieser Materialien. Auch Seile z.B. aus Hanf sind möglich.

Weiches Holz für die Schweine

Am Holz sollen sich die Schweine nicht die Zähne ausbeißen. Daher ist Weichholz eine gute Wahl. Dazu zählen viele Nadelhölzer, aber auch Weide, Pappel, Erle oder Linde.

Damit die Schweine das Holz wirklich zerbeißen können, muss man es eventuell spalten. Beachten Sie aber stets, dass das Holz sowie das Stroh aus einer sicheren Quelle stammen, um den Eintrag der Afrikanischen Schweinepest in den Bestand zu verhindern.

Bieten Sie Holz und Seile bodennah an, damit die Schweine ihren Wühltrieb ausleben können. Wenn nötig, können Sie die Seile in Kunststoffrohre geben. So müssen die Tiere einmal das Ende der Seile erwischen. Außerdem verhindern die Rohre, dass die Schweine längere Teile abbeißen und diese in die Gülle fallen.

Um den Schweinen mehr Abwechslung zu bieten, kann man verschiedene Materialien kombinieren, beispielsweise Seil, Holz und Stroh. Sollte dann die Strohraufe kurzzeitig leer sein, können die Schweine auf das Knabberholz oder -seil ausweichen.