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Bauern kontern NGO-Aktion Fußabdruck mit eigenem Stiefelabdruck

Samstag steht die Agrarkritik-Demo "Wir haben es satt" unter dem Motto „Agrarindustrie abwählen – Agrarwende lostreten!“ an. Mit einem Stiefelfußabdruck können Sie Ihren Protest dagegen ausdrücken.

Am Samstag findet in Berlin wieder die "Wir haben es satt"-Demonstration von Agrarkritikern und NGOs statt. Mit einer Aktion Fussabdruck wollen sie u.a. gegen Höfesterben, Tierfabriken, Pestizide und Gentechnik demonstrieren. Der Bauernverband aus Schleswig-Holstein kritisiert dagegen, dass sie damit ganz nebenbei die heimische Landwirtschaft demontieren.

Der Verband prangert nach wie vor an, dass die NGOs nicht mit den Landwirten reden, sondern ihnen vielmehr mit populistischen Forderungen das Leben schwer machen. Die Forderungen seien sehr einfach und eingängig, sie seien aber oft genug nicht umzusetzen. Sonst hätten es die Bauern doch schon längst gemacht, so die Schleswig-Holsteiner auf Facebook. Dieser andauernde Gegenwind mache den Landwirten zu schaffen.

Das scheint die Gegner aber nicht zu interessieren, heißt es weiter. "Ist euch die heimische Landwirtschaft wirklich wichtig? Dann kommt runter von Forderungen, die uns nur Geld kosten und nichts bringen und helft uns, damit wir Rahmenbedingungen bekommen, mit denen wir leben können. Kompromisse sind gefragt, keine Absolutismen", so der Verband. Was die Demonstranten lostreten, bedeute nur die Aufgabe weiterer Betriebe.

"Liebe NGO. Wir können nicht teilnehmen, wir stehen im Stall und müssen eure Nahrungsmittel erzeugen. Das scheint euch nichts wert zu sein", schreibt der BV und ruft seine Mitglieder auf, weitere Fotos von Füßen einzusenden, die mitten in der Arbeit stehen.