Landwirtschaft im Dialog

VIDEO: Spannende Diskussionen bei „Tierhalter im Tierschutzstress"

Sind „Tierhalter im Tierschutzstress"? Darüber haben am Donnerstag Politiker, Handel und Landwirte im top agrar-Format „Landwirtschaft im Dialog" in Berlin diskutiert. Hier das Video...

Deutschland hat viele offene Baustellen: Der Berliner Großflughafen BER, der Eisenbahnknotenpunkt Stuttgart 21 und auch die Leverkusener Rheinbrücke zählen zu den Projekten, die sich mittlerweile um Jahre verzögern. Eine weitere Großbaustelle, bei der man nur sehr schleppend vorankommt, ist die Neuausrichtung der Tierhaltung in Deutschland.

Dabei drängt die Zeit: Bürger und Verbraucher erwarten von den Landwirten, dass sie das Tierwohl in ihren Ställen verbessern. Mehr Platz, mehr Bewegungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten und mehr Außenklimareize sind dabei wichtige Themen. Eingriffe am Tier sollen in Zukunft ebenso unterbleiben – Stichwort Ferkelkastration und intakter Ringelschwanz.

Die Tierhalter sind gerne bereit, neue Wege zu gehen, sie brauchen aber praxisreife Lösungen, um mehr Tierwohl in ihren Betrieben umsetzen zu können. Dazu zählen zum Beispiel Stallbau- und Vermarktungskonzepte, die den Praxistest bestehen. Weiteres Problem: Es gelingt nach wie vor nicht, die Kosten für mehr Tierwohl an den Verbraucher weiterzugeben. Was geschieht, wenn sich der Verbraucher weiter zugeknüpft gibt? Bleiben die Bauern dann auf den Kosten sitzen oder springt der Staat ein?

Landwirtschaft im Dialog

Wie kriegen wir „die Kuh, das Schwein und das Huhn vom Eis“, was muss geschehen, damit die deutschen Tierhalter verlässliche und akzeptierte Zukunftsperspektiven bekommen, auf die sie bauen können? Darüber haben wir mit Politikern verschiedener Parteien aus Bund und Ländern, Bauern, Händlern und Vertretern von Umweltorganisationen und des Agribusiness im Rahmen des Diskussionsformats „Landwirtschaft im Dialog“ diskutiert.

Die Veranstaltung fand am 28. November 2019 in der Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Berlin statt. Mitdiskutiert haben unter anderem Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Christian Bock, Landwirtschaftliche Rentenbank, Dr. Edgar Martin, R + V Versicherung, Steen Sönnichsen, Westfleisch, Dr. Hermann Nienhoff, QS, Dr. Dirk Köckler, Agravis sowie weitere Vertreter der Bundestagsparteien, des Bauernverbandes, aus Umweltverbänden, aus dem Lebensmittelhandel und Landwirte.

Auf www.youtube.com/topagrar bzw. im Video oben können Sie sich die ganze Veranstaltung nochmal ansehen.

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„Tierhalter im Tierschutzstress“? Darüber wird im top agrar-Format "Landwirtschaft im Dialog“ am 28. November in Berlin diskutiert. Wir haben Podiumsteilnehmer Edgar Martin von der R+V vorab...

„Tierhalter im Tierschutzstress“? Darüber wird im top agrar-Format "Landwirtschaft im Dialog“ am 28.11 in Berlin diskutiert. Wir haben Podiumsteilnehmer Steen Sönnichsen von Westfleisch vorab...

„Tierhalter im Tierschutzstress“? Darüber wird im top agrar-Format "Landwirtschaft im Dialog“ am 28. November in Berlin diskutiert. Wir haben Podiumsteilnehmer Dirk Köckler von Agravis vorab...

„Tierhalter im Tierschutzstress“? Darüber wird im top agrar-Format "Landwirtschaft im Dialog“ am 28. November in Berlin diskutiert. Wir haben Podiumsteilnehmer Jan Bock von Lidl vorab befragt.

Tierhalter im Tierschutzstress? Darüber wird im top agrar-Format "Landwirtschaft im Dialog“ am 28.11 in Berlin diskutiert. Wir haben Podiumsteilnehmer Christian Bock von der Rentenbank vorab...

Artikel geschrieben von

Marcus Arden

Redakteur Schweinehaltung

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Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Michael Lechner

Danke an LSV

Vielen Dank an das Orgateam der LSV. Ohne Euch wären solche Diskussionen gar nicht erst zu Stande gekommen. Man hat uns Landwirte alleine gelassen mit dem Konflikt zwischen Ansprüchen der Gesellschaft und der Realität beim Konsum zu Billigstpreisen. Danke auch an die Moderatoren die den Politikern nicht nur Phrasen aus der Nase gezogen haben.

von Günter Schanné

Tierschutz in der Landwirtschaft

Für die selbstverständliche Einhaltung des bestehenden Tierschutzgesetzes duch Viehhalter darf es keine Extrasubventionen geben. An der roten Ampel anzuhalten gemäß StVO wird auch nicht bezahlt durch staatliche Zuwendungen. Für Maßnahmen, die über die gesetzliche Vorgabe hinausgehen, z. B. Außenklima, halte ich Zuwendungen für sinnvoll. Tierhalter, die das grundsätzliche Amputationsverbot im Tierschutzgesetz einhalten gewinnen Zeit und sparen Geld. Zusätzliche Subventionen sind Verschwendung von Steuermitteln. Sinnvoller sind nationale Kennzeichnungsvorschriften bei den Lebensmitteln, die die EU-Lebensmittelkenzeichungs-VO auch umsetzen.

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