Landesbauerntag

Schwarz: Bauern müssen sich auf Wandel gesellschaftlicher Ansprüche einstellen

SH-Bauernpräsident Werner Schwarz ärgert sich, dass die Politik die Gesprächsangebote der Bauern nicht annimmt. Stattdessen gibt es Angriffe von NGOs und die Medien greifen die voll auf.

Nach Ansicht des Präsidenten des Bauernverbandes Schleswig-Holstein (BVSH), Werner Schwarz, müssen sich die Landwirte für einen gangbaren Weg in die Zukunft auf den Wandel gesellschaftlicher Ansprüche einstellen.

Wie der BVSH-Präsident am vergangenen Freitag beim virtuellen Landesbauerntag Schleswig-Holstein in Rendsburg erklärte, sollte die Branche mit Blick auf Klimaschutz und Tierschutz zur treibenden Kraft der Veränderung werden. Rückblickend sei es aber ärgerlich, dass Gesprächsangebote der Landwirtschaft an die Politik von maßgeblichen Stellen ignoriert worden seien, beispielsweise von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, so Schwarz. Zudem würden die Bauern von Nichtregierungsorganisationen massiv kritisiert. Diese machten teilweise „Jagd auf Bauernfamilien“, und die Medien spielten mit. Dadurch ließen sich Menschen nicht motivieren, stellte der Landesbauernpräsident klar.

Laut Schwarz sollten die Landwirte aber „nicht bei Verärgerung stehen bleiben“. Ziel sei es vielmehr, auf eine gemeinsame Ebene zu kommen, wo ein Austausch möglich sei. Unterdessen verteuere aber die Politik die landwirtschaftliche Erzeugung, während Discounter nicht verschwänden und die Moral der Verbraucher an der Ladentheke ende. Leistungen der Bauern, die von der Gesellschaft zunehmend für selbstverständlich gehalten würden, müssten auch honoriert werden, betonte der Landesbauernpräsident.


Diskussionen zum Artikel

von Michael Prantl

Herr Schwarz

Herr Schwarz nimmt sich anscheinend sehr wichtig - er ist so oft in Bildern zu sehen und seine Berichte sind oft zu lesen. Eigentlich wäre sein Beruf und seine Aufgabe was anderes - wo vertritt er die Landwirte?

Anmerkung der Redaktion

Schwarz ist Vorsitzender der DBV-Fachausschüsse für Öffentlichkeitsarbeit, es ist also seine Aufgabe, oft in Bildern und der Öffentlichkeit zu sein.

von Wilhelm Grimm

Auf den Wandel gesellschaftlicher Ansprüche haben sich die Landwirte immer eingestellt!

daraus sind die derzeitig üblichen Produktionsweisen unter der zwingenden Berücksichtigung des technischen und technologischen Fortschritts entstanden. Dieses Ergebnis wird aber mit großem medialen Getöse mit allen Mitteln bekämpft. Die Treiber dieser Entwicklung sind NGOs die von ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Es ,liegen

eindeutige Forderungen der Bauern liegen vor. Doch die Politik schottet sich mit ihren Wissensbeiräten von der Praxis ab. Erinnert an die Planwirtschaft der ehemaligen Sowjetunion wo Produktion und Stückzahlen vorgeschrieben waren. Zugleich wendet man sich von den "Weltbauern " ab, die ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Wir wollen gerne mitgestalten, der Wandel muss machbar sein, ohne uns auszubluten!

Wir erleben gerade wie sich die Medien auf die NGO`s einlassen, die Bauern links liegenlassen, und uns aber gleichzeitig alles abverlangen, was nicht finanziell von den Bauern zu stemmen ist! Die Gesellschaft täte gut daran, den Bauern auch den gerechten Preis für ihre Produkte zu ... mehr anzeigen

von Frank Sieweke

Die Aktion von Penny...

ist da schon eine gute Möglichkeit, dem Verbraucher ins Gedächtnis zu rufen, dass es auf die Dauer mit den Ramschpreisen für hochwertige Lebensmittel nicht so weitergeht und dass selbst die Preise für "Öko" noch viel zu niedrig sind!

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