Regio Agrar Bayern

So kommt LsV wieder in die Nachrichten

Viele Medien greifen die Bauerndemos kaum noch auf. Warum das so ist – und wie die Bauern zurück ins Rampenlicht kommen – verrieten uns Medienexperten auf der Regio Agrar Bayern.

Die Medien greifen unsere Demos nicht mehr auf, klagt Landwirt Michael Schütz aus dem Kreis Günzburg, engagiert bei Land schafft Verbindung (LsV) Bayern. Trotz Pressemitteilungen und Anrufen in den Redaktionen habe das Interesse merklich nachgelassen, sagte er bei der top agrar-Livediskussion zum Thema "Bauern in den Medien" auf der Regio Agrar Bayern 2020.

Christine Schneider vom Bayerischen Rundfunk erklärte, warum das so ist.

Dass Demos aktuell noch das richtige Format sind, bezweifelte Matthias Burkhardt, Krisenkommunikationsexperte von der BPRC GmbH & Co. KG aus München. Die Landwirte müssten ihr Know-How als Umweltschützer und Lebensmittelproduzenten besser in Szene setzen, empfahl er. Dafür sei der Austausch mit Verbrauchern, z.B. in Form von Diskussionen, besser geeignet.

Der Bauernverband sei da schon sehr aktiv, betonte Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes. Über die Plattform unsere-bauern.de erkläre man Verbrauchern die moderne Landwirtschaft bereits per Video. Zudem bringe man sie im Rahmen von Verbrauchtertouren auf die Höfe.

Allerdings: Auch Land schafft Verbindung Bayern hat den Trend erkannt. Schütz erklärt im Video, was die Bewegung für die kommenden Monate anstelle von Demonstrationen plant.

Die Redaktion empfiehlt

Erst verärgerte eine BR-Redakteurin Landwirte mit Aussagen zu den Bauerndemos. Dann lud der Sender "Land schafft Verbindung" nicht zu einer Diskussionsrunde ein.

Der Verein „Unsere Bayerischen Bauern“ macht Imagewerbung für die Landwirtschaft. Jetzt bittet er alle Landwirte um finanzielle Unterstützung. Geschäftsführerin Eva-Maria Haas stand...


Diskussionen zum Artikel

von Michael Lechner

Nicht die Flinte ins Korn werfen

Jetzt aufgeben? Bloß nicht. Die Aktionen haben viel bewirkt und werden es weiter tun. Ob Schlepperdemos noch viel bringen weiß ich nicht, sind aber nun mal sichtbare Zeichen. Man sollte die Kreativität der Landwirte nicht unterschätzen. Wann wurde schon mal so viel über die Bauern ... mehr anzeigen

von Ahrend Höper

Politik ist gegen Landwirtschaft

ist leider die wahre und realistische, aktuelle Erkenntnis aus der verkorkste Situation! BKin Merkel hat nichts mehr zu verlieren und kann im Ansehen beim zukünftigen Koalitionspartner nur gewinnen, wenn sie den Bauern die kalte Schulter zeigt! Bei Klöckner und Schulze, notorische ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Bestes Instrument für Medienecho: Lügen über andere verbreiten!

Zieht immer. Warum sonst kann sich eine Christine Schneider beim BR neben Medienexpertin auch als "Landwirtschaftsexpertin" halten, trotz fehlender Ausbildung? Siehe dazu den Beitrag "Um 15 Uhr live: Verunglimpfen Medien die Bauern?" und meinen Kommentar dazu.

von Rudolf Rößle

LSV

sollte von Greenpeace lernen und dort Akzente setzen, wo sie richtig platziert sind und für Wind sorgen. Auch die Gerichtsklagen sollten der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Top Facharbeiter sind Landwirte im Weltranking. Made in Germany gilt für Landwirte gleichermaßen.

von Gerd Uken

@ Renke so ist es leider

Die Medien sind nur dann interessiert wenn es „ rund“ geht und im Moment sind andere Dinge wichtiger wie z. B. Coronavirus oder Mr Trump..... Es kümmert sie nicht das wir uns ungerecht behandelt fühlen oder Messwerte falsch sind. Das wir nicht nur CO2 binden und auch Stickstoff ... mehr anzeigen

von Willy Toft

WIr kommen bei den Politikern nicht weiter, man kann es denen 10 mal erzählen, das sie auf den Holzweg sind!

So wie die Politik mit uns umgeht, und die Rahmenbedingungen so setzt, dass wir wirtschaftlich nicht mehr zurecht kommen können. Da müssen sie sich nicht wundern, dass wir jede Woche bei denen auf der Matte stehen, denn radikal wollen wir es nicht rüber bringen, wir können sie nur ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Schlepperdemos sind nach wie vor wichtig,

aber sie müssen gleichzeitig mit Fakten unterlegt werden. Die ganzen Fakes der vergangenen Jahre müssen gesammelt werden und damit müssen unsere Angreifer konfrontiert werden, und natürlich die Öffentlichkeit. Wir müssen im Gespräch bleiben.

von Renke Renken

Hat jemand erwartet,

daß wir durch die Schlepperdemo´s jetzt für Monate in den Medien sind, ich nicht. Die Politik sitzt das ding aus und zieht ihr Ding durch, Frau Klöckner hat´s ja nun auch schon mehrfach zu verstehen gegeben

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