BoniRob – mit Bolzen gegen Unkräuter

BoniRob Der Bonitur-Roboter BoniRob stampft die Unkräuter in den Boden. Zudem kann er flüssigen Dünger und Pflanzenschutz ausbringen.
Bild: Dornhege

Einfach eingestampft – so geht ein neuer autonomer Roboter gegen Unkräuter vor. Über Kameras kann der BoniRob Kulturpflanzen und Unkräuter voneinander unterscheiden. Letztere stampft der 1 t schwere Roboter gezielt mit Metallbolzen in die Erde.

Über einzelne kleine Düsen am Roboter lassen sich auch Pflanzenschutz und flüssiger Dünger gezielt ausbringen. BoniRob nimmt es mit allen Kulturen auf, sie dürfen nur nicht zu hoch sein. Denn das Gerät kann zwar die Beine spreizen, aber nicht in die Höhe fahren.

Um den Acker zu finden und sich darauf zurecht zu finden, ist der BoniRob mit Lasersensoren und Kameras ausgestattet. Zusätzlich kann er mit einer Drohne kommunizieren. Die liefert dem Landwirt gleichzeitig eine Aufnahme des Ackers. Nach seiner Arbeit dockt das Gerät selbstständig an seine Ladestation an. Der Antrieb erfolgt über zahlreiche Elektromotoren, die von einer Batterie oder einem Verbrennungsmotor mit Generator gespeist werden.

Der BoniRob ist seit 2008 im Rahmen von zwei Projekten entstanden und seitdem stetig weiterentwickelt und ausgestattet worden. Die Projekte sind durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert (anders, als in der top garar 4/2018, S. 62 dargestellt).

Derzeit programmieren die Arbeitsgruppe „autonome intelligente System“ des Instituts für Informatik der Uni Freiburg unter der Leitung von Professor Wolfram Burgard eine weitere Software. Diese Navigationssoftware entsteht im Rahmen des von der EU geförderten Projekts „Flourish“, bei dem viele europäische Universitäten mitarbeiten.: Über Sensoren wird eine Feldkarte erstellt, mit Hilfe derer man dann die BoniRob-Position auf dem Feld bestimmen kann. Im Herbst soll der BoniRob damit das erste Mal in Rom vor Publikum laufen.

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Paul Siewecke · 1.

    Entscheidend ist, wie so immer, das Kosten-Nutzen-Verhältnis und die Schlagkraft. Öko-Gemüsebauern könnte ich mir als die ersten Abnehmer vorstellen... (denn auch die müssen Löhne zahlen)

    Das meinen unsere Leser:
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