Forschung Spatentechnik im Maisanbau

Martin Merker Martin Merker
Bild: www.farmax.nl

In Steinfurt (Münsterland/NRW) sind im Frühjahr 2017 Feldversuche zum Thema Bodenbearbeitung beim Maisanbau gestartet. Zielsetzung ist, Ertragsdifferenzen zu ermitteln bei Spaten und Pflügen im Vergleich, berichtet der Spatenmaschinenhersteller FarmaX.

Das Versuchsfeld bei Landwirt Martin Merker umfasst zwei Schläge: gespatet und gepflügt. Inzwischen zeigt sich heraus, dass Spaten einen positiven Einfluss hat auf das Wachstum in der Anfangsphase. Martin Merker erzählt: “Nach der Bestellung war sofort sichtbar, dass der Maissamen schneller keimt in der gespateten Bodenschicht”. Im kommenden Herbst werden auf dem Ackerbaubetrieb von Martin Merkers der Ertrag und Nahrungswert der beiden Maisschläge gemessen bzw. analysiert.
 
Bodenbearbeitungen

Martin Merker bewirtschaftet einen mittleren bis schweren Tonboden. Auf dem gepflügten Schlag waren vier Bearbeitungen erforderlich und auf dem gespateten Schlag nur zwei Arbeitsgänge. “In der Zukunft wird ein Arbeitsgang angestrebt: Spaten + Saatbettvorbereitung + Bestellung. Bei dieser Bodenbeschaffenheit soll man die Anzahl der Bodenbearbeitungen reduzieren zur Förderung vom Bodengefüge. Das Ergebnis der Bodenverdichtung spürt man sofort als Ertragsverlust beim Ernten”.
 
Gleiche Bedingungen

Martin Merker hat dieses Versuchsfeld im Frühjahr drainiert. Zur Ermittlung von Differenzen zwischen Spaten und Pflügen sind die relevanten Faktoren völlig gleich. In erster Linie betrifft dies die Sortenauswahl und Düngung.  Aber auch die Pflanzenschutzmaßnahmen sind ausgeglichen. Und selbstverständlich zeigen die Bodenproben eine homogene Bodenstruktur (Bodenart, Humusbilanz, Organische Substanz, usw.).
 
Kooperation und Agritechnica

Die Fachhochschule Osnabrück und FarmaX kooperieren in mehreren Projekten. Die Abteilung ‘Agrar- und Lebensmittelwirtschaft’ interessiert sich für praxisbezogene Forschung zur Ermittlung von Differenzen zwischen Spaten und Pflügen.
 

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