Gewässerschutz: Sengl fordert klare Vorgaben statt Freiwilligkeit

Gisela Sengl Gisela Sengl
Bild: www.gisela-sengl.de

In Bayern gibt es laut der agrarpolitischen Sprecherin der Grünen im Landtag, Gisela Sengl, recht viele Gebiete, die durch Überdüngung belastet sind. Mit der vor einem Monat bundesweit in Kraft getretenen neuen Düngeverordnung seien auch dem bayerischen Agrarminister Hausaufgaben aufgegeben. Er stehe in der Verantwortung, in den kritischen Gebieten spezielle Maßnahmen umzusetzen, um hier zu schnelleren und wirksameren Ergebnissen zu kommen.

"Das bisherige Konzept der CSU-Regierung, nur auf freiwillige – also zusätzlich vergütete – Umweltprogramme zu setzen, wird nicht ausreichen", warnt Sengl. Nötig seien klare rechtliche Vorgaben zum Schutz der Gewässer. Bisher sei dies für CSU-Minister Brunner kein Thema gewesen. "Die Zeit des Aussitzens von Problemen ist vorbei. Nach wie vor droht eine Verurteilung vor dem Europäischen Gerichtshof wegen des unzureichenden Grundwasserschutzes", so Gisela Sengl. "Wir fordern endlich Vorschläge für wirksame bayerische Maßnahmen, also einen Bayernplan zum Schutz des Wassers."

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Gerhard Steffek · 1.
    Na ja,

    ich denke, sie "denkt" da eher an die fränkischen Gebiete. Während im Süden genügend Niederschläge und viel Grünland vorhanden sind und somit kein Nitratproblem auftritt bekommen die Franken da schon eher Probleme. Noch dazu spielt hier auch noch die Geologie mit. In den fränkischen Karstgebieten versickert naturgemäß das Wasser erheblich schneller und nimmt entsprechend Nähr- und Schadstoffe mit. Als Landschaftsgärtnerin betreibt sie einen Bio-Gemüsehof in Sondermoning, Gemeinde Nußdorf, Lkr. Traunstein. Das Gebiet ist in erster Linie Grünlandgebiet im typischen Voralpenland. Da gibt es diese Nitratproblematik im Grunde nicht. Es ist wahrscheinlich in erster Linie jetzt übliches Wahlkampfgeplänkel der Grünen um sich zu Wort zu melden und zu profilieren. Aber es ist auf alle Fälle typisch für die Grünen hier Gesetze zu fordern. Wobei es ja schizophren ist. Ausgerechnet sie, die ansonsten gegen jedwede Einschränkung oder Überwachung wettern. Hier muss man aber nur daran denken, dass die Anfänge der Grünen 1970 mit den damaligen "Linken" einherging. Und wenn man bedenkt wie ordnungsrechtlich und überwachend die sozialistisch regierten Staaten des damaligen real existierenden Sozialismus waren und was sie unter Freiheit des Bürgers verstanden, dann braucht man sich über deren Gedankengänge nicht wundern. Noch dazu gegenüber dem kapitalistischem Bauernstand.

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  2. von Armin Brader · 2.

    Und warum leidet dann der Stanbergersee an Nährstoffmangel und komischer weise sind alle Badegewässer in einem sehr guten Zustand? Mit Lügen regieren und die Freiheit des einzelnen und des Eigentums beschneiden! Aber bei den anderen hörst auch nix mehr von Freiheit!

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