Insektensterben: Es liegt auch am Licht

Raupe Das Insektensterben – hier eine Marienkäferlarve – soll nach Forschern des Leibnitz-Instituts auch an künstlichem Licht liegen.
Bild: Pilsterl / pixelio.de

Über die möglichen Ursachen für den Rückgang der Insektenpopulation ist in den vergangenen Monaten eine heftige Diskussion entbrannt. Häufig wird die Landwirtschaft als Hauptverursacher genannt, selbst wenn viele Studien sogar betonen, zu den Ursachen keine Aussage treffen zu können.

Etwas Licht ins Dunkel bringt jetzt eine neue Studie: Mit ein Grund für den Insektenrückgang könnte die zunehmende „Lichtverschmutzung“, also die Erhellung der Nacht durch künstliches Licht, sein. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin.

Die Wissenschaftler hatten dazu über zwei Jahre an einem Entwässerungsgraben im Naturpark Westhavelland (Brandenburg) das Vorkommen und das Verhalten der dortigen Insekten bei unterschiedlichen Lichtsituationen untersucht. Während eine Parzelle von 60 mal 40 m nachts vollkommen unbeleuchtet blieb, installierten die Forscher auf einer anderen Parzelle 12 Straßenlaternen. Auf beiden Flächen wurden dann Insektenfallen aufgestellt. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Deutlich mehr im Wasser lebende Insektenlarven (Mücken etc.) schlüpften an der beleuchteten Parzelle und flogen zu den Lichtquellen.
  • Dort fanden die Forscher signifikant mehr Spinnen und Raubinsekten, die die Fluginsekten stark dezimierten.
  • Die Zahl der Käfer ging unter den Lampen ebenfalls zurück. Teils wurden die eigentlich nachtaktiven Arten tagaktiv.

Aus den Ergebnissen schließen die Wissenschaftler, dass die jährlich um rund 6 % zunehmende künstliche Beleuchtung einen Anteil am Insektensterben hat. In einer Sommernacht würden eine Milliarde Insekten in Deutschland von Licht irritiert, für viele ende das tödlich, so die Forscher.

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9 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Felix Schopp · 1.
    Stimme zu

    Aber: die Larve im Titelbild ist keine Marienkäferlarve

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  2. von Wilhelm Grimm · 2.
    Eilmeldung ! (Teil 5)

    Aus einschlägigen Spionagekreisen ist durchgesickert, dass die NASA bereits an der Entwicklung von Arbeitsscheinwerfern arbeitet, deren Licht nur aus schwarzer Materie besteht und ausschließlich für amerikanische Traktoren zugelassen werden darf. Über Deutschland soll angeblich auf gemeinsames Betreiben von Trump/Monsanto/Bayer ein besonders strenges Handelsverbot mit schwarzer Materie verhängt werden,, da unsere oberste NABU-Befehlshaberin angeblich den Wahlkampf der Trump- Feindin H. Clinton mit deutschen Steuergeldern unterstützt haben soll .

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  3. von Hans Merk · 3.
    Gebken

    einfach genial!!!!

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  4. von Wilhelm Gebken · 4.
    Eilmeldung! Arbeitsscheinwerfer an landwirtschaftlichen Maschinen Schuld am Insektensterben! (Teil 3)

    Bayer entwickelt bereits zusammen mit Bosch eine sogenannte "Lightbox" die die Dokumentation des Arbeitsscheinwerfereinsatzes automatisch vornimmt. In NRW wird analog zur Düngebehörde über eine "Lichtbehörde" nachgedacht. Anton Hofreiter sieht seine Bedenken hinsichtlich des Sojaimports bestätigt. Soja dürfe zukünftig nur noch aus Ländern eingeführt werden, in denen "die Sonne niemals untergeht". Beispielhaft nannte er das Habsburgerreich Karls des Fünften. Foodwatch und Greenpeace verlangen eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel bei deren Herstellung Arbeitsscheinwerfer eingesetzt wurden. Der Verbraucher müsse selber entscheiden können, wie seine Lebensmittel hergestellt werden, so ihr gemeinsames Argument. Zusammen mit dem Umweltbundesamt wurde ein Logo vorgestellt, dass eine durchgestrichene Glühbirne zusammen mit einem Schmetterling zeigt. Für Empörung sorgte der Vorschlag der CDU/CSU Fraktion dafür den Blauen Admiral zu nehmen. Dies würde nur der AfD in die Hände spielen, so eine fraktionsübergreifende Reaktion von SPD, Grünen, Linken und Süddeutscher Zeitung. Für den Fall, dass dafür nicht der Rote Admiral genommen würde, hat Jürgen Trittin bereits eine Verfassungsbeschwerde angekündigt. Der DBV hat zu dem Thema bisher keine Stellungnahme abgegeben.

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  5. von Wilhelm Gebken · 5.
    Eilmeldung! Arbeitsscheinwerfer an landwirtschaftlichen Maschinen Schuld am Insektensterben! (Teil 2)

    Der SPD Vorsitzende Martin Schulz forderte eine Umschichtung aus der GAP an Kommunen, die aus Geldmangel auf Straßenbeleuchtung verzichten würden. Zur Frage der Gerechtigkeit gehöre es aber auch, so Schulz, dass nicht diejenigen die seit Jahren die Hauptlast im Kampf gegen das Insektensterben trügen, leer ausgingen. Als Beispiel nannte er die Stadt Würselen, die aufgrund von Fehlplanungen eines ehemaligen Bürgermeisters horrende Zinslasten zu tragen hätte, während die Bauern trotz des verbotenen Arbeitsscheinwerfereinsatzes ohne Gegenleistung jährlich Milliardenzahlungen aus der EU erhielten. Bioland hat bereits verbandsübergreifend eine Ausnahme des Arbeitsscheinwerferverbots für Biobetriebe gefordert. Das Vergraben von mit Scheiße gefüllten Kuhhörnern des Demeterverbandes bei Mondschein zeige, dass im Biolandbau eingesetztes Licht das Insektensterben sogar verlangsamen könne.

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  6. von Wilhelm Gebken · 6.
    Eilmeldung! Arbeitsscheinwerfer an landwirtschaftlichen Maschinen Schuld am Insektensterben! (Teil 1)

    Nachdem zweifelsfrei feststeht, dass die sogenannte Lichtverschmutzung Hauptursache des Insektensterbens ist, hat nun eine gemeinsame Studie der Universitäten Kiel und Greifswald zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung zweifelsfrei nachgewiesen, dass Arbeitsscheinwerfer an landwirtschaftlichen Maschinen Ursache des Insektenmassensterbens sind. Andere Beleuchtungseinrichtungen tragen hingegen nicht zum Insektensterben bei. "Straßenbeleuchtungen gab es bereits im 19ten Jahrhundert, Arbeitsscheinwerfer werden jedoch erst seit wenigen Jahren verstärkt in der Landwirtschaft eingesetzt", so der Tenor der Studie. Es konnte eine signifikante Korrelation zwischen dem Insektensterben und der Zunahme von Arbeitsscheinwerfern an landwirtschaftlichen Geräten nachgewiesen werden. Die Abnahme der Insektenzahl ist demnach umgekehrt proportional zur Zunahme der Arbeitsscheinwerfer. In einer ersten Stellungnahme fordern die Grünen den sofortigen Ausstieg aus dem unnatürlichen Arbeitsscheinwerferwahn. Die Linke will ebenfalls den Ausstieg, sieht aber Gefahren für Mehrfamilienbetriebe und verlangt Ausnahmen für Betriebe über 1000 ha. Die SPD verlangt Sperrzeiten für Arbeitsscheinwerfer. Demnach dürften diese von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang nicht mehr eingesetzt werden. Die FDP hat zum Schutz der Scheinwerferindustrie bereits Zustimmung signalisiert. Niedersachsens Grüner Christian Meyer stimmte dem auch überraschend zu, verlangt aber eine vollständige Dokumentationspflicht, sowie ein Einreiseverbot für Traktoren aus den Niederlanden. Der Rechtsstaat dürfe nicht die Kontrolle über die im Land befindlichen landwirtschaftlichen Arbeitsscheinwerfer verlieren, so sein Argument.

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  7. von Josef Doll · 7.
    Das Fake

    Ist keine Erfindung von Trump sondern von Nabu,WWF, und ihrem Sprachrohr der Grünen !! Es werden "Wissenschaftliche Arbeiten " als deeennnenn Beweiss dargestellt den nicht einmal 10 % der Wissenschftaftler unteschreiben wüdrden um nicht der Unglaubwürdigkeit des jeweiligen Fachs da zu stehen. Was diee aber nicht davon abhält diese als die einzige Wahrheit darzustellen !! Falls es noch einen Beweises bedarf : 80 % der Anfragen die von Grünen oder der Linken an den Bundestags sind solche Anfagen sind die ans Soziale oder Tiergewissen der Bevölkerung apellieren aber von vorherein in Ihrer Richtung beantwortet werden !! Aber zurück zum Thema : Wieso gibt gibt ein auf 100 ha Wald keinen eizigen Hasen mehr ?? Liegt das an Glyphos oder an den Greifvögel oder Netzräuber das es keine " friedlichen Tiere" mehr gibt ?? Wer glaubt das bei dem Netzräuberbesatz die jungen von Rotkehlchen und Co und deren Jungvögel zumindest nicht die Letzte Woche vor dem Ausfliegen überleben ?? Ich wage hier sogar die Behauptung das ein Zweghase auf einer frisch gemähten Wiese bei 10 Verschiedene Versuchen 8 keine Stunde überleben würde ohne von einem Greifvogel geschlagen zu werden !!

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  8. von Wilhelm Gebken · 8.
    Bestätigung der Forumsteilnehmer bei TopAgrar, Glückwunsch!

    Das Thema "Lichtverschmutzung" ist seit vielen Jahren bekannt. Viele Diskutanten haben an dieser Stelle bereits darauf aufmerksam gemacht, was auf die Ernsthaftigkeit und Lösungsorientiertheit der Landwirte schließen lässt. Bedauerlicherweise werden wir das von der Speerspitze der SPD, Anke Rehlinger und Rita Hagl-Kehl, die auch die Insektenthematik heute mit CDU und CSU "besprechen", nicht erwarten können. Die glauben nämlich ungeachtet der logischen Unmöglichkeit desselben, dass Glyphosat für das "Insektensterben" verantwortlich ist. Aber zum Glück sind das ja nur Sondierungen zur Aufnahme von Vorsondierungsgesprächen zur Auslotung der Sondierungsbereitschaft (https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Sondierungsgespraeche-Sextett-verhandelt-ueber-Agrarpolitik-8961442.html).

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  9. von Erwin Schmidbauer · 9.
    Brauchen wir eine andere Lichtpolitik?

    Ironie an: Was ist es für ein Glück, dass unsere Politiker und so manche NGOs keine großen Leuchten sind! Nach dieser Studie warte ich nur noch auf die Forderung der Grünen nach einer Lichtwende! Ironie aus. Es war zu erwarten, dass die zunehmende Beleuchtung auch eine Rolle spielt, hier muss man sich überlegen, wie man in Zukunft vorgeht. Bei uns gab es einen großen Aufreger, als die Stadt vor kurzem die Laternen ausgetauscht hat und es dann dunkler war als vorher. Der Stadtbewohner ist nächtens eine Festbeleuchtung gewohnt und fordert sie!

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