Initiative "Gülleverschmutzung stoppen" überreicht Hendricks Petition

Übergabe der Unterschriften der "Initiative für gewässer- und umweltverträgliche Landwirtschaft" Übergabe der Unterschriften der "Initiative für gewässer- und umweltverträgliche Landwirtschaft"
Bild: www.bmub.bund.de

Umwelt- und Energieverbände haben Umweltministerin Barbara Hendricks heute eine Petition zur Einschränkung der Gülledüngung überreicht.

Die Initiative "Gülleverschmutzung stoppen", an der auch Wasserverbände beteiligt sind, fordert wirksame Maßnahmen zum Schutz der Trinkwasserressourcen vor Nitratbelastungen. Die Politik müsse die bestehenden Verordnungen zum Düngerecht einer umfassenden Evaluierung unterziehen, heißt es. Immer wieder gebe es Berichte, wonach die Böden in zahlreichen Regionen durch Überdüngung belastet und das Grundwasser gefährdet ist. Sollte sich bei den Nitratmessungen im laufenden Jahr herausstellen, dass der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter Grundwasser weiterhin überschritten wird, sei eine Nachjustierung der bestehenden Gesetze und Verordnungen erforderlich, so die Initiative.

Sollte keine Reduzierung möglich sein, wollen Wasseraufbereiten ihre Kostensteigerungen an die Verbraucher weitergeben, so die Drohung in einer Pressemitteilung. Die Rede ist von Mehrkosten bis zu 60 Prozent.

Auch der "Gülle-Notstand" in Schleswig-Holstein und Teilen Niedersachsens in diesem Winter habe die Grenzen des Systems gezeigt, so die Gegner weiter. Ein provokantes Video des Bundesverbandes der Wasserversorger BDEW finden Sie unten...

Krüsken für mehr Sachlichkeit in der Gülle-Diskussion

Überrascht zeigt sich der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken: „Wir befinden uns im Jahr Eins der Umsetzung des grundlegend neu gefassten Düngerechts. Diese überparteiliche in Bundestag und Bundesrat, unter Mitwirkung des Umweltministeriums gefundene Einigung legt klare und strenge Regeln zur Vermeidung von Nährstoffüberschüssen fest. Deshalb wundern wir uns, dass diese Tatsache unterschlagen wird. Wir wünschen uns mehr Sachlichkeit.“
 
Nach dem Nitratbericht der Bundesregierung 2016 erfüllen bereits fast drei Viertel (72 Prozent) aller Messstellen im landwirtschaftlichen Bereich den strengen Trinkwassergrenzwert für Nitrat - Tendenz steigend.

Gegner der Gülledüngung haben ihre Behauptungen auf dieser Homepage gesammelt...

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9 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Erwin Schmidbauer · 1.
    @Richard Huber

    Die Landwirtschaft kann von der Politik nicht so viel Verständnis erwarten, wie die Autoindustrie. Die Macht der Landwirte und Möglichkeit, lukrative Pöstchen anzubieten, ist viel zu gering.

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  2. von Wilhelm Eggert · 2.
    Dieses ehrenwerte Haus

    Beim lesen dieses Artikels musste ich an das Lied "Dieses ehrenwerte Haus" von Udo Jürgens denken. Besonders bemerkenswert ist die Unterzeichnung durch die Gewerkschaft Verdi die zur Zeit wieder einmal durch besonders " bescheidene " Tarifforderungen auf sich aufmerksam macht.

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  3. von Wolfgang Daiber · 3.
    mal Messen

    wieviel Nitrat das Donauwasser hat .Da geht die landeseigene Landeswasserversorgung her und pumpt stündlich zig-tausend Kubikmeter Donauwasser auf Versickerungsflächen um noch mehr Trinkwasser erzeugen zu können,wohl wissend ,daß das Wasser der Donau aus nicht unerheblichem Anteil aus Wasser der kommunalen Klärwerke des Donautals besteht.Es ist Höchste Zeit,daß wir mal Messungen an den Ausleitungen der Klärwerke machen .Bin dann gespannt,ob das Wasser der Trinkwasserverordnung entspricht,oder ob man die Flächen der Landwirte nur als "Filterfläche " mißbraucht, um später Grosskotzig zu sagen ,die Landwirtschaft verunreinigt ihre Flächen

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  4. von Martin Schmidt · 4.
    Bauernopfer

    Es ist leicht ein Bauernopfer zu fordern. So machen Lobbyisten Politik. Lieber Herr Geschäftsführer Stefan Kapferer das ist keine faire Kampagne.

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  5. von Hermann Kamm · 5.
    Schweinerei was diese

    Ministerin raus nimmt.... Ihre eigene Scheiße Stinkt wohl Nicht???????????????????

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  6. von Richard Huber · 6.
    Wo bleiben denn die Bauernregeln der Hendricks

    gegen die Dieselautos, gegen die Autobauer und ihren Betrug?

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  7. von Johannes Leuchtenberg · 7.
    Termin verpasst?

    Vor der Düngereform hätte man darüber diskutieren können. Diese Forderungen sind nur noch Hetze gegen Bauern und die wahrscheinlich letzte große Chance noch mal richtig groß bei Spendern abzukassieren. Die werden immer bewusst dummgehalten, damit man sie melken kann. Die Gülle die sie dabei produzieren wird in Hetzjagden über uns Bauern ausgeschüttet. Und jetzt hat man uns eigentlich schon überdüngt. Sollte Frau Hendrik sich wieder gegen die Bauern wenden, sollte sie mal von ihren Parteigenossen verlangen ein Jahr biovegan zu leben. Das wäre konsequent.

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  8. von Gerhard Steffek · 8.
    Sachlichkeit?

    Erwartet Krüsken im Ernst Sachlichkeit von den Naturschutzverbänden? Diese leben doch nur von den Lügen, die sie entsprechend Medienwirksam unters Volk gebracht wissen wollen. Sie fürchten jetzt wahrscheinlich weniger Effekthascherei da Hendricks aufs Altenteil geschoben wird und bei der Klöckner vielleicht komplett abblitzen. Darum noch schnell diese Aktion. Ist doch übliche Methode. Irgendetwas von dem Dreckbatzen, den man geworfen hat, bleibt schon hängen. Ich frage mich nur, warum die Energieverbände da mitmachen. Demontage der Biogasanlagen? Will man sich Konkurrenz vom Halse schaffen? Ein Schelm, wer Schlimmes dabei denkt.

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  9. von Wilhelm Grimm · 9.
    Diese Hetze lohnt sich für die Hetzer

    so lange, bis sich verantwortungsbewusste Politiker vor uns Bauern stellen und sich nicht immer wieder freudig erregt erneut als Verstärker dieser Hasskampagnen instrumentalisieren lassen.

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