Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich auf die Aussaat vor

Sähmaschine In Mecklenburg-Vorpommern prägen Getreide und Raps das Landschaftsbild.
Bild: Florian Pottkamp

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Getreide- und Rapsernte weitestgehend beendet. Zwei bis drei Wochen früher als in Normaljahren ist ein Großteil der Ernte eingefahren, meldet der Landes-Bauernverband. Jetzt geht es an die Vorbereitung der Aussaat – nicht so einfach unter den derzeitigen Bedingungen.
 
Die Böden seien in großen Teilen des Landes sehr trocken. Das erschwere die Aussaat, erklärt Bauernpräsident Detlef Kurreck: „Leider hat es der Regen in größeren Mengen nur in wenige Regionen des Landes geschafft. Vielerorts ist der Boden durch die wochenlange Dürre steinhart und der Oberboden staubtrocken. Hohe Staubwolken sind daher bei der Bodenbearbeitung der ständige Begleiter der Traktoristen.“
 
In der Landwirtschaft ist nun mal kein Jahr wie ein zweites. Die Landwirte aus Mecklenburg-Vorpommern müssen sich daher auf die erschwerten Bedingungen mit neuen Strategien einstellen. Das geht durch die Wahl der Sorten – beispielsweise solcher, die eine hohe Frost- und Trockenheitstoleranz aufweisen. Aber auch sonst muss der Landwirt jedes Jahr neue Strategien zu Bodenbearbeitungsmaßnahmen, Fruchtfolgen und Strategien zur Düngung und zum Pflanzenschutz auf Grundlage der immer neuen Bedingungen treffen. „Gerade dies ist das Besondere an unserem Beruf und prägt unser tägliches Handeln“, kommentiert der Bauernpräsident.
 
Auch auf neue Erkenntnisse aus der Forschung sei die Landwirtschaft angewiesen, um sich auf die derzeitigen Herausforderungen einstellen zu können, meint Kurreck. Enttäuscht äußert sich der Bauernpräsident zu der Entscheidung des europäischen Gerichtshofs, welches das Genome Editing als die gentechnische Veränderung von Organismen (GVO) einstuft. „Diese neuen Verfahren würden bei der notwendigen Züchtung trockentoleranter Sorten helfen“, so Kurreck. Er sehe keine gentechnische Veränderung vor, da es nicht zum Einsatz artfremder Gene komme und bedauert die Entscheidung gegen eine Weiterentwicklung der Züchtung, die „schneller, gezielter und präziser“ sei als die klassischen Züchtungsmethoden.

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