Nds.: Silomais für Rindvieh und Biogasanlagen dominiert – nur wenig Körnermais

Maislegen Trotz großer Maschinen und unermüdlichen Einsatzes der Landwirte und Lohnunternehmer dauert es rund drei Wochen, bis die 600.000 Hektar Mais eingesät sind.
Bild: LWK Niedersachsen/C. Gers-Grapperhaus

Jetzt beginnt in Niedersachsen die Maisaussaat. Noch sind Landwirte und Lohnunternehmer eher zögerlich, denn erst, wenn sich der Boden auf 8 bis 10 Grad Celsius erwärmt hat, ist der ideale Zeitpunkt für die Aussaat der Wärme liebenden Pflanze gekommen. Wegen der derzeitigen kühlen Temperaturen zögern viele die Aussaat noch einige Tage hinaus, so die Landwirtschaftskammer in einer Presseinformation. Mit steigenden Temperarturen aber wird es dann richtig losgehen.
 
Wie im letzten Jahr werden es wieder knapp 600.000 Hektar sein, auf denen die Pflanze mit den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten stehen wird. Trotz schlagkräftiger Technik und Einsatzes rund um die Uhr ist die Aussaat nicht innerhalb weniger Tage zu erledigen. Sie wird sich in Niedersachsen aller Voraussicht nach bis Mitte Mai hinziehen. Dann erst können die Flächen bestellt werden, auf denen Spätfröste nicht ausgeschlossen sind. Auch wenn es das Ziel der Landwirte ist, die Maiskörner so früh wie möglich in den Boden zu bringen, so müssen sie doch aufpassen, die kälteempfindliche Kultur vor Minusgraden zu schützen. Am Ende gilt: Jeder gewonnene Tag bringt einen höheren Maisertrag.
 
Der überwiegende Teil (535.000 Hektar) der angebauten Flächen wird ab September als Silomais geerntet. Davon wandern rund 60 Prozent in den Futtertrog, rund 40 Prozent werden in Biogasanlagen vergoren und das gewonnene Gas in Strom und Wärme umgewandelt. Im Vergleich zu Silomais spielt Körnermais auf Niedersachsens Ackerflächen nur eine geringe Rolle. Rund 65.000 Hektar, also etwa elf Prozent der ausgesäten Fläche, werden zur Ernte ab Oktober gedroschen.

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